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Bestechungssumpf FIFA

Sepp Blat­ter geht auf Dis­tanz zu Jo­seph Blat­ter

von | 16. 10. 2015

Zeigt der Sepp dem Joseph bald die rote Karte? Bekommt diese schier unverbrüchliche Blutsbrüderschaft durch die angedrohte Sperre Risse?

By Ricardo Stuckert/ABr (Agência Brasil [1]) [CC BY 3.0 br], via Wikimedia Commons

Zürich (AA) – Die FIFA kommt einfach nicht aus den Schlagzeilen heraus. Wurde letzten Monat der Generalsekretär der Organisation, Jérôme Valcke, bis auf weiteres seines Amtes suspendiert, erwischte es kurz darauf den langjährigen Freund-Feind: Jack Warner.

Warner wurde wegen Bestechungsvorwürfen gegen sich bei der Vergabe der Weltmeisterschaften 2018 und 2022 lebenslang gesperrt. Ein Auslieferungsverfahren in die USA ist anhängig. Damit nicht genug, ermitteln die US-Behörden in diesem Zusammenhang auch gegen den obersten Chef persönlich: Joseph Blatter.

Diese Ermittlungen werden nun ausdrücklich von Sepp Blatter begrüßt. Nebenbei betont er immer wieder, dass er stets bereit ist, von sämtlichen Rücktritten die er jemals ausgesprochen hat, auch immer wieder offen und ehrlich zurückzutreten. Ihn betrüben die Taten seines Alter Egos, Joseph, zutiefst und er hofft, dass am Ende der Ermittlungen ein reines Spielfeld und ein sauberer Fußball zurückbleibt. Deshalb und um die Institution FIFA endlich zur Ruhe kommen zu lassen, um auch die kommenden Aufgaben mit klarem Kopf anzugehen, enthebt er bis auf weiteres Joseph Blatter seines Amtes. Damit kommt er der 90-tägigen Sperre durch die FIFA nach. Solange einstweilen kein Ersatz für Joseph gefunden ist, würde er, Sepp, dessen Tätigkeiten kommisarisch übernehmen und nach bestem Wissen  und Gewissen treuhänderisch verwalten.

Auch den ermittelnden US-Behörden hat Sepp Blatter seine vollste Unterstützung zugesagt. Er könne sich zum Beispiel einen regen Austausch von interessanten Kochrezepten mit den Amerikanern vorstellen.

Im Zusammenhang mit den zwei Millionen Euro, die zur Überraschung aller auf dem Konto von Michel Platini aufgetaucht sind, gibt es jetzt eine von Platini neue, offizielle Version. Er hat die zwei Millionen auf der Straße gefunden. Im Prinzip kann das jedem passieren. Nur, die meisten Leute sehen nicht, dass das Geld einfach so auf der Straße herum liegt. Ihm, als ehemaligem Fußballer, fiele das eben extrem leicht. Er war schon immer auf Ball und Boden fixiert. Insofern sieht er natürlich viel öfter nach unten als alle anderen.

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