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Achtung Reisewarnung!

Google Maps warnt Auto­fah­rer vor Fahr­ten durch Öster­reich

von | Montag, 12. Oktober 2015

Lauern auf der Route durch Österreich unbekannte Gefahren, die wir nicht kennen? Ja, sagt Google Maps. Wie unschwer am roten Dreieck mit Ausrufezeichen zu erkennen ist.

Bild: Screenshot Google Maps

München, Innsbruck, Rom (AA) Gut gelaunt vor ihrer Autofahrt von München nach Rom wollte Karin Z. kurz nochmal die Route per Google Maps checken. Beim Betrachten der Wegbeschreibung fiel sie allerdings aus allen Wolken, als sie die von der Software ausgegebene Warnung las: “Diese Route verläuft durch Österreich.” Wie konnte das sein? Früher war sie völlig problemfrei durch das nächstsüdliche Nachbarland gefahren. Und jetzt plötzlich diese Meldung. Verwirrt rief sie zunächst beim ADAC an. Der konnte ihr aber auch keine Auskunft geben. Karin Z. musste die Reise unbedingt antreten. Für sie stand geschäftlich eine Menge auf dem Spiel. Die Reise absagen kam überhaupt nicht in Frage. Fliegen ging nicht, wegen ihrer Flugangst. Und den Zug nehmen war ihr wegen der häufigen Verspätungen zu unsicher. Denn auch der durchquerte Österreich. Auf keinen Fall wollte sie jedoch unvorbereitet mit dem Auto losfahren. Deshalb legte sie sich Pfefferspray und Klappspaten unter dem Beifahrersitz zurecht, um für den Verteidigungsfall gerüstet zu sein.

Mulmig war ihr, als sie die Grenze bei Kiefersfelden passierte. Dennoch setzte sie beherzt ihre Reise fort. Aber ihr Adrenalinpegel wie ihr Aufmerksamkeitslevel waren deutlich erhöht. Sie fuhr schnell, hielt sich aber gleichzeitig präzise an das in Österreich auf Autobahnen geltende Tempolimit von 140 km/h. Auch wenn die Einheimischen sich nicht unbedingt an die eigenen Regeln zu halten schienen. Die Mautvignette hatte sie zuvor noch auf sicherem Terrain in Deutschland gekauft. Sie wusste ja nicht, welche Gefahren da auf sie lauerten. Das konnte alles mögliche sein: Andere Autos, Gendarmerie, umherirrende Kühe, Tiroler Speckknödel, herabfallende Felsen, oder noch schlimmer: Eingeborene sein.

Sie spürte Erleichterung und Stolz, als sie den Brenner erreicht und unbehelligt die Grenze nach Italien überquert hatte. Zwar stand die Rückfahrt noch an, aber sie war sich sicher, wenn sie den Hinweg geschafft hatte, würde sie auch sicher wieder den Weg nach Hause finden.

Bei genauerer Untersuchung sticht ins Auge, dass die Routenführung ohne Verkehr dargestellt wird. Nicht auszudenken, hätte Karin Z. auf ihrer Fahrt auch noch Verkehr gehabt oder hätte haben wollen.

 

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