Berichte, Analysen, Meinungen zum Unverstand der Dinge

Genschman im Himmel der Superhelden

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Der Nachruf

Gebührender Empfang für Genschman in der Ruhmeshalle der Superhelden. Die Nebendarsteller Superman und Batman stehen Spalier

Wachtberg-Pech (AA) – Clark Kent ist Superman, Bruce Wayne ist Batman und als Dritter im Bunde darf er natürlich nicht fehlen: Hans-Dietrich Genscher alias Genschman. Der Politiker, Ex-Innen- und Außenminister Genscher, ist leider von uns gegangen. Aber Genschman, sein Doppelgänger und Bruder im Geiste, lebt weiter. Wenn nicht hier, dann im Wallhall der Superhelden. Dort werden gelber Pullunder und großen Ohren ewig Sorge dafür tragen, dass das Gute gegen das Böse siegt. Beziehungsweise umgekehrt.

Im Duell Superman vs. Batman “Dawn of Justice” spielt er vermutlich die entscheidende Rolle. Den Mann im Hintergrund, den Strippenzieher. Stets die Fäden in der Hand und nirgends zu sehen. Das macht er perfekt. Vermutlich sitzt er eben in diesem Moment wieder in sämtlichen Flugzeugen gleichzeitig zwischen Gotham und Metropolis und zieht Strippen? Er ist es auch, der die beiden Kontrahenten Superman und Batman schließlich eint, im Kampf gegen das gemeinsame Böse: Lex Luthor. Allzu sicher kann man sich dabei allerdings nicht sein. Vielleicht ist es Genschman selbst, der in diesem Moment die Gestalt von Lex Luthor angenommen hat, um Batman und Superman gegeneinander aufzuwiegeln. Jetzt aber genug gespoilert! Leute, seht euch den Film an: Genschman ist überall!

Das Gespür für den Zeitpunkt des sicheren Wechsels zwischen den diplomatischen Fronten, zeichnete Hans-Dietrich Genscher während seiner gesamten politischen Laufbahn aus. Die FDP dabei ständig im Schlepptau. Er war das Zünglein an der Waage. Das geschickt in den Wind gehängte Fähnlein. Sein Markenzeichen war die Wandlungsfähigkeit. Sie ist es, die Genschman die Power gibt, Superman und Batman derart gekonnt an der Nase durch die Arena zu ziehen, wie es Genscher weiland mit den beiden Helmuts getan hat: Schmidt und Kohl. Diesem Taktieren verdanken wir fast 30 Jahre FDP-Regierung mit den zwei wechselnden, gefühlten Juniorpartnern, Sozialdemokraten und Union. Respekt!

Die Fähigkeit des strategischen Seitenwechsels hat ihren Einzug sogar ins Doppelkopf-Vokabular gefunden. Zu wahr um schön zu sein: Genschern.

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Hochstapler macht Tennisstar weis, er wäre Komiker

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Er hat sie immer nur belogen und betrogen

Bildrechte: Sabine Lisicki, By Kulitat [CC BY-SA 2.0], via Wikimedia Commons> | Oliver Pocher, By Michael Schilling (Own work) [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons

Regenbogen (AA) – Abscheulich, gemein. Zutiefst gekränkt klingen die ersten Worte, die der bezaubernden Sabine Lisicki zu ihrem Ex-Partner einfallen. Der ist kein anderer als ein gewisser Oliver Pocher, der landauf landab mit der Masche des vorgeblichen Komikers unterwegs ist. Mit diesem Versprechen, schafft es dieser Hochstapler doch immer wieder, leichtgläubige Menschen zu betören und sie schamlos für seine Zwecke zu benutzen. Damit hat er es sogar bis in die öffentlich rechtlichen Sendeanstalten geschafft und tritt im Fernsehen auch noch mit Kindern auf. Das ist empörend!

Es gibt nicht wenige, die derart naiv sind und in ihrer Unbedarftheit auf die eigentlich leicht durchschaubaren, plumpen Tricks hereinfallen. Viele von ihnen sind schlichtweg nicht ausreichend dafür trainiert. Oft wird schon losgelacht, wo es noch gar nichts zu lachen gibt. Es wird gelacht, weil die Person neben einem lacht. Es wird gelacht, na ja, weil man eben nichts zu lachen hat im Leben. Verständlich, dass ein Pocher in diesem Umfeld schlichter Gemüter leichtes Spiel hat.

Da schlechte Komik in Deutschland überhand zu nehmen droht, wollen die Innenministerien der Länder in Verbindung mit den örtlichen Polizeidienststellen endlich dagegen steuern und eine umfassende Aufklärungsaktion für die Bevölkerung starten. Motto: Augen und Ohren auf bei schlechtem Humor! So lache ich richtig! Damit erhofft man sich auf lange Sicht eine bessere Früherkennung falscher Komiker. Nur, ganz aus der Welt schaffen, wird man das Problem wohl nie. Es gibt einfach zu viele davon. Als Faustregel für einen selbst kann man sich vielleicht hinter die Ohren schreiben: Die meisten von denen teilen zwar gerne aus, können aber ganz schlecht einstecken.

Sabine Lisicki wurden die Augen geöffnet, als sich Pochers Ex, Sandy Meyer-Wölden, telefonisch bei ihr meldete und ihr offenbarte, dass auch sie während ihrer Beziehung mit Pocher rein gar nichts zu lachen hatte.

Zumindest für Sabine Lisicki scheint die Welt jetzt wieder intakt zu sein. “Aus Erfahrung wird man ja bekanntlich klug. Ich werde mein Lachen in Zukunft doch etwas sorgfältiger einsetzen und es nur denen schenken, die es auch wirklich verdienen. Allen anderen werde ich es auf dem Platz beweisen!” Sabine, machen Sie das, wir finden das prima.

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Bild-Chef Kai Diekmann ist Leiche in der Pathologie

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Bekommt Rolle als Tatort Star

Hier ist er noch quicklebendig: Kai Diekmann noch ohne Bart in seiner Rolle als Eintags-Chef der TAZ 2009.

Bildrechte: By Sir James (Own work) [CC BY 3.0], via Wikimedia Commons

Hamburg (AA) – Das Telefon wollte nicht mehr stillstehen im Besetzungsbüro des Norddeutschen Rundfunks (NDR). Eingehende Mails legten die Server lahm. An eine geordnete Arbeit an diesem Freitag Nachmittag war nicht zu denken. Und das alles nur, weil die Besetzung für eine Rolle im Tatort “Spielverderber” (Sendetermin: 10. Januar 2016) kurz zuvor an die Öffentlichkeit gelangt war. Dabei handelte es sich noch nicht einmal um eine Sprechrolle, sondern um die Rolle einer Leiche. Eine Leiche, die nichts mit der Handlung zu tun hat. Eine Leiche für dekorative Zwecke, weil in einer anständigen Gerichtsmedizin immer mehr als nur eine Leiche herumliegt. Allerdings ist der Part dieser Leiche prominent besetzt: Mit keinem geringeren als Bild-Herausgeber Kai Diekmann.

Die Meldung verbreitete sich wie ein Lauffeuer. Und jeder einigermaßen ambitionierte Akteur, jede Actrice krallte sich heute nachmittag an’s Telefon oder an das Notebook um sich für die Rolle des sezierenden Aufschneiders zu bewerben.

Die, die durchkamen wurden abschlägig beschieden mit : “Nein, die Rolle des Gerichtsmediziners ist schon besetzt. Dr. Mark Benecke wird sie spielen oder Josef Hader. Nein, keine Chance, auch wenn Sie Ihr eigenes Besteck mitbringen.

Kai Diekmann freut sich schon auf den Dreh und bereitet sich mit Hilfe eines Coaches gewissenhaft darauf vor. Laut eigener Aussage hätte ihm die Titelrolle auch ganz gut gefallen.

Richtigstellung: Der Tatort “Spielverderber” ist bereits gestern in der Flimmerkiste gelaufen. Kai Diekmann gab eine schöne Leiche. Viele Zuschauer fanden es toll, ihn einmal tot zu sehen.

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Mario Barth empört, dass Notruf ihn nicht ernst nimmt

Hat richtig dicken Hals

Die einen halten ihn für nicht besonders komisch, die anderen nehmen ihn nicht richtig ernst – Mario Barth

Bildrechte: By Daniel Kruczynski (Stefan Raab) [CC BY-SA 2.0], via Wikimedia Commons

Berlin (AA) – Einen kräftigen Bumms machte es gestern nachmittag in Berlin-Rudow, als der Comedian Mario Barth mit seinem Porsche, die Vorfahrt missachtend, von der Schönefelder  Straße in die Waltersdorfer Chaussee einbog und den Peugeot von Hubert L. aus Storkow (Brandenburg) förmlich pulverisierte. Gott sei Dank gab es keine Verletzten. Lediglich beim Peugeot entstand Totalschaden und bei Barths Panamera ein Schaden von 8000 Euro.

“Ich war Zeuge eines schweren Autounfalls und wollte sofort die Polizei rufen. Flüssigkeiten liefen aus und die Kreuzung war blockiert”. Mit diesen Worten wollte Barth anschließend der Polizei via Notruf Bescheid geben. Um auch vollkommen sicher zu gehen, dass es sich bei den auslaufenden Flüssigkeiten nicht etwa um sein Gehirn handelte, bestand Barth auf die erkennungsdienstliche Behandlung des Unfallortes. In seiner Verwirrung fiel ihm aber in diesem Moment nicht die passende Zahlenkombination 110 ein. Hilflos übergab er sein Handy an Hubert L.; der sollte für ihn wählen. Nur nahm am anderen Ende der Leitung keiner ab. Erst als Hubert L. die 110 über das eigene Telefon wählte, wurde der Anruf entgegen genommen. Ohne Probleme nahm die Polizei anschließend den Unfall vor Ort auf. Nein, bei den ausgelaufenen Flüssigkeiten hatte es sich nicht um Barths Gehirn gehandelt!

Auf Nachfrage durch die AA beim Berliner Notruf bestätigte uns der diensthabende Beamte, dass es Kennungen gibt, die standardmäßig durch die Zentralen ausgefiltert und ignoriert werden. “Da jehört der Herr Barth dazu, aber ooch der Herr Pocher ist so’n Kandidat. Man kann ja nie wissen, ob die nich irjend een’n Schabernack mit ei’m treiben wollen, nich waa?”

Drastischer fiel die Wortwahl beim Sprecher der Senatsverwaltung für Inneres und Sport Berlin aus: „Es mag ja sein, dass der Herr Barth bei dem ganzen Dummvolk da draußen der supertolle Hecht ist. Aber die Leute hier versuchen den richtig ernsthaften, anstrengenden Job zu machen. Da kann es nicht angehen, dass jeder Komiker mit seinem Gesabbel laufend die Leitungen blockiert. Darum trennen wir die Spreu vom Weizen!”

Diese aktuelle Meldung erreichte uns nach Veröffentlichung des Artikels: In sensationell einmütiger Solidarität haben sämtliche 2.051.985 Liker von Mario Barth beschlossen, künftig ihrerseits den Notruf 110 zu boykottieren. “Die werden schon sehen wo sie bleiben, wenn die Stammgäste nicht mehr da sind!” Postete ein besonders leidenschaftlicher Fan. Das tut richtig weh!

 

*Anmerkung der Redaktion
Upps, da ist uns ein total beabsichtigter Fehler unterlaufen. Wir wissen selbst, dass die abgebildete Person nicht Mario Barth, sondern Stefan Raab ist. Leute,  wir haben es echt mit dem Foto von Mario Barth versucht. Der hat uns aber das Layout derart versaut, dass wir uns sagten: Stefan Raab kommt besser! Wir bitten für diesen verständlichen Hoax bei allen Beteiligten um Verständnis.

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Angestellter von Part­ner­por­tal mus­ste sich al­le 11 Minu­ten frisch ver­lieben

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Knacks weg für immer

Knallerjob: Erst Verknallen, dann knallen … bis er durchknallte.

Herford (AA) – Es ist kein leichter Gang, den Kurt B. zusammen mit seinem Anwalt die Stufen des Gerichtsgebäudes von Herford hochgeht. Blass ist er. Er wirkt, als hätte er ein Jahr lang kaum geschlafen. Hohle Wangen, unsteter Blick, ausgemergelt. Die dünnen, braunen, fettigen Haare hängen strähnig und ungepflegt herunter. Trotzdem versucht er ein gewisses Maß an Würde aufrecht zu erhalten. Er hat sich, innerhalb seines bescheidenen Rahmens, in Schale geschmissen. Auch wenn der braune Anzug seine besten Zeiten schon hinter sich hat und die linkisch gebundene Krawatte, na ja. “Danke Stefan” flüstert er, als ihm sein Anwalt ein Taschentuch reicht, damit er sich die Nase putzen kann. Ein Bild des Trauers.

Doch wie kam es dazu? Vor noch nicht einmal sechs Monaten stand Kurt B. mitten im Leben. Einer, dem die Herzen zuflogen und der so richtig aus dem Vollen schöpfen konnte. Ein Kracher von Mann. Das ganze Übel begann damit, dass er sein Profil bei einem Jobvermittler hinterlegt hatte und kurz darauf von einer Partnerbörse angeschrieben wurde. “Zusätzliche Fähigkeiten müsse er nicht mitbringen. Sein Profil und Aussehen wären deckungsgleich mit den Anforderungen”. Das monatliche Gehalt bewege sich anfänglich im niedrigen fünstelligen Bereich,  könne aber mit leistungsbezogenen Boni locker aufgestockt werden. Er müsse sich lediglich voll und ganz mit seiner neuen Firma identifizieren und darin aufgehen analog zum Wahlspruch des Unternehmens: Alle 11 Minuten usw…

Freudig griff Kurt B. zu und in den ersten Tagen gestaltete sich sein neuer Job wie eitel Sonnenschein. Er musste sich lediglich in einer gewissen Frequenz neu ver- und sich ebenso rasch wieder entlieben. Zu Anfang bewegte sich das auch in einem erträglichen Rahmen. Nur, als dann die Wintermonate kamen und immer mehr seiner Kollegen krank wurden und sich auch kein adäquater Ersatz fand, bekam Kurt B. den Identitätsdruck immer mehr zu spüren. Trotz des hohen Gehalts verspürte er nicht mehr diese anfängliche Motivation und Leidenschaft. Immer öfter vergaß er sich rechtzeitig zu entlieben. Was nervige Anrufe zur Folge hatte. Die Beschwerden häuften sich. Schließlich Abmahnung, Rauswurf.

“Das mit den 11 Minuten war schon hart für mich. Zu Anfang ging’s. Ich habe mir dann einen richtigen Zeitplan zurecht gelegt. Die ersten drei Minuten zum Verlieben und dann die restlichen 8 Minuten zum soften Rausschleichen. Das funktionierte soweit auch ganz gut. Aber irgendwann, klappte das nicht mehr so mit der Verknalltheit. Man wird ja auch mit der Zeit echt wählerischer. Man achtet dann  ja auch mehr auf die inneren Werte. Auf der anderen Seite gab’s auch echt welche, die hättest du mir nackig auf den Bauch legen können. Da ging gar nix bei mir. Aber gerade die Ischen saugten sich so richtig an einen dran. Ich bin die gar nicht mehr richtig losgeworden. Zwischendurch hat man selbst dann auch wieder Lust auf was Längeres, gerne auch mal 20 Minuten, sein können. Das wurde mir von der Geschäftsleitung aber verboten. Da hab’ ich dann echt emotionalen Stress gekriegt.” So die Stellungnahme von Kurt B.

Danach schaffte er es nicht mehr auf die eigenen Füße zu kommen. Er haderte mit sich selbst und glaubte lange, dass er es war, der versagt hätte. Bis er sich auf Anraten seines Arbeitsberaters in psychologische Betreuung begab und die Psychologin ihm schonend beibrachte, dass es ganz und gar nicht normal wäre sich im 11-Minuten-Takt zu ver- und entlieben. Von da an war es allerdings noch ein langer Weg, bis Kurt B. schließlich Klage beim Arbeitsgericht Herford einlegte. Und hier steht er nun.

Nach Rückfrage durch die AA beim Partnerportal erhielten wir die lapidare Antwort, dass das Arbeitspensum durchaus schaffbar wäre und auch in Relation zum Geforderten fürstlich entlohnt würde. Da das Verfahren in der Schwebe wäre, würden darüber hinaus keine weiteren Auskünfte erteilt.

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