Berichte, Analysen, Meinungen zum Unverstand der Dinge

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Der Mahner spricht selbst aus dem Jenseits

Ist Gün­ter Grass jetzt ein Ghost­writer?

von | 02. 10. 2015

By Blaues Sofa from Berlin, Deutschland (Günter Grass beim Blauen Sofa) [CC BY 2.0], via Wikimedia Commons

Lübeck, Ratzeburg (AA) – Hartmut P. staunte nicht schlecht, als er sich wie jeden Morgen an seinen Rechner setzte, um an seinem Roman zu arbeiten. In dem Moment als er anfangen wollte zu schreiben, füllte sich wie von Geisterhand der Bildschirm mit Buchstaben, die allerdings nicht von Hartmut P. stammten. Zunächst dachte der Autor, dass vielleicht etwas versehentlich auf der Tastatur gelandet sei, wodurch das Geschreibe augelöst würde. Aber da lag nichts. Als er den dann Text genauer betrachtete, kamen ihm die Worte sehr bekannt vor. Mittendrin stand da “Ilsebill salzte nach”. Dann wo anders: “zugegeben: ich bin Insasse einer Heil- und Pflegeanstalt”. Zunächst versuchte er das Geschriebene einfach zu markieren und zu löschen. Aber prompt stand es wieder da. Das Spiel wiederholte sich mehrmals. Als Hartmut P. schließlich entnervt aufgab, stand da: “Warum erst jetzt” sagte jemand der nicht ich bin”. Die Worte waren für den Kenner unschwer als Buchanfänge von Günter Grass (Im Krebsgang, Die Blechtrommel, Der Butt) auszumachen. Das wurde P. dann zuviel. Offensichtlich verbot ihm sein Rechner oder eine übergeordnete Macht oder Günter Grass persönlich aus dem Jenseits das Schreiben.

Ein zu Hilfe gerufener Geisterbeschwörer war sehr bald mit seinem Latein am Ende und musste unverrichteter Dinge wieder abziehen. Die AA erlangte Kenntnis von der Geschichte durch die Schwester von Hartmut P, weil sie bei der Beschwörung als Zeugin dabei war.

Nervlich zerrüttet hörte Hartmut P. auf zu schreiben und widmete sich fortan dem Züchten von Gänseblümchen.

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