Berichte, Analysen, Meinungen zum Unverstand der Dinge

Böhmermann würde für die Meinungsfreiheit in der Türkei ins Gefängnis gehen

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Jetzt macht er richtig ernst!

Jan Böhmermann übt fleißig, um die Rolle des Opfers der türkischen Justiz detailgetreu hinzubekommen. Immerhin wird es um sein nacktes Überleben gehen im knallharten türkischen Knast. So oft es nur geht, will er öffentlichkeitswirksam einen “Schrei nach Freiheit” via Twitter oder Facebook absetzen.

Bildrechte: By Jonas Rogowski (Own work) [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons

Berlin, Ankara (AA) – Die radikale Streichung der nächsten Ausstrahlung von “Neo Magazin Royale” war der erste Schritt. Was folgte war ein medialer Scoop, den man Jan Böhmermann in dieser Konsequenz nie und nimmer zugetraut hätte. Einiges ja, aber ein derartiges Angebot übersteigt doch jedwede menschliche Vorstellungskraft. Über seine Agentur die WTF GmbH ließ er verlautbaren, dass es jetzt Zeit ist Nägel mit Köpfen zu machen und dieser unsäglichen, deutschlandweiten Diskussion, was nun Satire oder was Schmähung oder gar Beleidigung sei, ein Ende zu bereiten. Daher verzichtet er ab sofort vollständig auf die Unterstützung Muttis, des Auswärtigen Amts, auf Polizeischutz und ZDF, sogar auf Fake-Interviews mit dem Satiriker und Chef der Bildzeitung Kai Diekmann, sondern würde seine Belange künftig selbst – Mann gegen Mann und Auge in Auge – mit Präsident Erdogan austragen. In diesem Sinne und um dem Unrechtsstaat Türkei sowie seinem diktatorischen Präsidenten die Stirn zu bieten, ist er bereit sich selbst diesem menschenverachtenden System preiszugeben, komme was da wolle. Wow.

Sein Entschluss steht anscheinend fest und gefasst sieht er den Torturen, die da auf ihn zukommen mögen, entgegen. “Ich habe mich so gut es geht darauf vorbereitet. Unter anderem habe ich mehrmals den Film ‘Midnight Express’ angeguckt, aber auch die ‘Flucht von Alcatraz’ oder ‘Out of Sight’. Gefängnisfilme noch und nöcher. Man hofft ja immer, dass es irgendwie gut ausgeht, aber auch einen Gefängnisausbruch sollte man nicht für unmöglich halten. Jedenfalls, ja, ich werde morgen in die Türkei fliegen und mich der türkischen Justiz stellen. Ich habe auch schon mein Schlussplädoyer vorbereitet und selbstverständlich schleudere ich Erdogan unsere allerheiligsten westlichen Werte um die Ohren mit Schillers Don Carlos im Finale: «Geben Sie Gedankenfreiheit, Sir!» Ach nö, das Sir lass’ ich weg und da einen Sultan hinein zu extemporieren, das hat er wahrlich nicht verdient.”

“Selbstverständlich sehe ich mich gewissermaßen als Märtyrer. Aber unsere westlichen Werte werden andauernd von deren Märtyrern zugebombt. Jetzt wird es einfach Zeit, ihnen zu zeigen, welch große Dinge wahres christliches Märtyrertum zustande zu bringen in der Lage ist. Ich weiß, es wird die größte Herausforderung meines Lebens, aber mit Gottes Hilfe und der Power meiner Follower hoffe ich, diese Prüfung zu überstehen. Vielleicht gelingt es mir ja ab und zu per Kassiber Zwischenstände meiner Passion nach draußen zu schmuggeln und von türkischen Freunden aus dem Untergrund posten zu lassen.”

“Ich stelle mich allerdings nur unter der Bedingung, dass die Rechte der Kurden in der Türkei erheblich verbessert werden und dass ihr Führer Öcalan im Austausch mit mir umgehend aus dem Gefängnis entlassen wird.” So Böhmermann weiter. Ob Recep das so schlucken wird, sei mal dahingestellt.

Nach solch großen Worten stellt sich uns die Frage, was treibt diesen Menschen um? Warum macht er sowas? Ist es das eigene Sendungsbewusstsein? Will er berühmt sein um jeden Preis, bis zur eigenen Selbstverleugnung? Es ist wohl eine Mischung aus allem. Eines aber ist gewiss. Mit diesem Schritt gelingt es ihm, sämtliche Heuchler und Bramarbasierer bloßzustellen. Die, die sich des Trittbretts Satire bedienen. Wenn die Satire zur Realität wird, dann bleibt der Satire nur, den entscheidenden Schritt nach vorne zu tun und rücksichtslos Besitz von der Realität zu ergreifen. Und genau das tut Jan Böhmermann. Insofern ist er der einzige und wahre und letzte Satiriker. Dafür gebührt im unser aller Respekt.

Wie uns vor kurzem telefonisch mitgeteilt wurde, möchte sich Jan Böhmermann jetzt doch nicht an die Türkei ausliefern. Ähem. Nun gut, dann lassen wir das mal so stehen. Da der Artikel jetzt schon geschrieben ist, veröffentlichen wir ihn trotzdem.

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Jaulen für Deutschland

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Sieg der seichten Muse

Xavier Naidoo suchte vergebens nach fachkundigem Publikum. Das ist schon lange auf der Flucht.

Bildrechte: By Pusteblume55 (Own work) [Public domain], via Wikimedia Commons

Mannheim (AA) – Thomas Schreiber heißt der Mann. Jetzt wissen wir’s. Von Bedeutung? Nein. Was macht der? Der ist Unterhaltungskoordinator bei der ARD? Und schon fängt die Rechtschreibprüfung an zu maulen, beim Unwort “Unterhaltungskoordinator”. Vermutlich braucht das Erste – das Zweite nicht minder – dringend Leute mit solchen Mondtiteln, um vor der Masse der schweigenden Beitragszahler, das eigene, öffentlich rechtliche Dasein zu rechtfertigen. Das imponiert! Nachdem also der Unterhaltungskoordinator (Rechtschreibprüfung ist jetzt aus!) dem schnöden Wahlvolk, äußerst unsanft, einfach die Stimme entzog, will der Mann mit der randlosen Brille, Schreiber, seine Stimme für eine Stimme erheben, bei der es zweifelhaft ist, ob sie die geeignete Stimme hat, beim ESC so viele Stimmen einzuheimsen, dass die Stimmen für die Konkurrenz weniger sind, als die, für die er, Schreiber, gestimmt hat. Der Unterhaltungskoordinator überstimmte jedenfalls in dem Moment alle Gegner, Zweifler und Befürworter und bestimmte, dass Xavier Naidoo Deutschland beim Eurovision Song Contest vertritt. Basta! Erstmal!

Naidoo vertraute also seiner Bestimmung und stimmte dem Vorschlag Schreibers zu. Naidoo, Naidoo? Was assoziiert man mit dem gleich wieder? Klingt der nicht wie ein stotternder Motor, der nicht richtig anspringen will? Stotter, Jaul, Heul. Da wollen manche doch ständig den ADAC rufen, mit der Bitte um Starthilfe. Zweite Assoziation: Gott! Richtig. Der Mann hat mit Gott zu tun. Wie konnte ich das nur vergessen? Dann braucht’s den ADAC nicht wirklich. Und fürwahr: Naidoos Batterie macht bei seiner Singerei auf Dauer einfach nicht schlapp. Dank Gottes Hilfe? Aber stimmlich so richtig ins Laufen kommt er auch nicht. Also gut, soll er oder soll er nicht? Soll er also mit Gottes Segen den Sieg nach Hause holen oder nicht? Aber mit Gottes Segen sollte man vielleicht nicht zuviel herumscherzen. Gesetzt den Fall, Gottes Segen wird wirklich mal gebraucht. Im Moment Ist aber auch echt eine ganze Menge merkwürdigen Volks unterwegs. Und die berufen sich alle auf Gott!

Jetzt aber. Kommando zurück. Da erhob sich doch dieses böse Internet und der Bestimmer, Schreiber, ruderte zurück. Dann ruderte auch noch Naidoo zurück und jetzt sind sie alle derart am Zurückrudern, dass die Richtung vollends verloren gegangen ist. Richtung? Welche Richtung? Gibt’s beim ESC eine Richtung?

Zurück zum ESC: Also, wen kümmert das? Offen gesagt, seit ABBA und Waterloo ging der Wettbewerb vielen eh voll am Arsch vorbei. Und welche Heulsuse oder welcher Kitschbruder mal eben für welches Land die Tränendrüsen in städtische Wasserwerke verwandelt, ist eigentlich so relevant, wie der berühmte Sack Reis. Und trotzdem. Es gibt immer noch diesen ominösen Kulturauftrag, dem die öffentlich rechtlichen Sender verpflichtet sind. Und den stemmen momentan eher diese Alibi-Ableger wie Arte, 3Sat und die ganzen Infokanäle. Super oder! Das sind aber auch oder Programme, von denen die meisten Ferngucker noch nicht einmal wissen, dass es die gibt. Und 3Sat kippelt auch immer mehr ins Triviale.

Da gibt’s auch nix zu wundern, wenn wir bei PISA so traurig hinterher hecheln. Liebe Programmverunstalter: PISA und triefender Schmalz aus Fernseher? Das haut nicht hin! Kann es sein, dass ausgerechnet so ein Eurovision-Song-Contest auch noch was mit Intelligenz zu tun hat? Aua, Intelligenz? Ja, das ist immer so eine Sache: Nach Ansicht vieler Wissenschaftler prägt sich Intelligenz nicht unbedingt dort aus, wo man alles einfach in den Arsch geblasen bekommt, wie das zum Beispiel bei den Rundfunkgebühren-Einsammlern der Fall ist. Jetzt jault sie aber gewaltig, die eben wieder eingeschaltete Rechtschreibkorrektur.

Also, der Unterhaltungskoordinator (jaul) hat bestimmt und wurde dann doch umgestimmt und… Wie hieß der gleich nochmal? Nicht so wichtig, lass mal!

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Mario Barth empört, dass Notruf ihn nicht ernst nimmt

Hat richtig dicken Hals

Die einen halten ihn für nicht besonders komisch, die anderen nehmen ihn nicht richtig ernst – Mario Barth

Bildrechte: By Daniel Kruczynski (Stefan Raab) [CC BY-SA 2.0], via Wikimedia Commons

Berlin (AA) – Einen kräftigen Bumms machte es gestern nachmittag in Berlin-Rudow, als der Comedian Mario Barth mit seinem Porsche, die Vorfahrt missachtend, von der Schönefelder  Straße in die Waltersdorfer Chaussee einbog und den Peugeot von Hubert L. aus Storkow (Brandenburg) förmlich pulverisierte. Gott sei Dank gab es keine Verletzten. Lediglich beim Peugeot entstand Totalschaden und bei Barths Panamera ein Schaden von 8000 Euro.

“Ich war Zeuge eines schweren Autounfalls und wollte sofort die Polizei rufen. Flüssigkeiten liefen aus und die Kreuzung war blockiert”. Mit diesen Worten wollte Barth anschließend der Polizei via Notruf Bescheid geben. Um auch vollkommen sicher zu gehen, dass es sich bei den auslaufenden Flüssigkeiten nicht etwa um sein Gehirn handelte, bestand Barth auf die erkennungsdienstliche Behandlung des Unfallortes. In seiner Verwirrung fiel ihm aber in diesem Moment nicht die passende Zahlenkombination 110 ein. Hilflos übergab er sein Handy an Hubert L.; der sollte für ihn wählen. Nur nahm am anderen Ende der Leitung keiner ab. Erst als Hubert L. die 110 über das eigene Telefon wählte, wurde der Anruf entgegen genommen. Ohne Probleme nahm die Polizei anschließend den Unfall vor Ort auf. Nein, bei den ausgelaufenen Flüssigkeiten hatte es sich nicht um Barths Gehirn gehandelt!

Auf Nachfrage durch die AA beim Berliner Notruf bestätigte uns der diensthabende Beamte, dass es Kennungen gibt, die standardmäßig durch die Zentralen ausgefiltert und ignoriert werden. “Da jehört der Herr Barth dazu, aber ooch der Herr Pocher ist so’n Kandidat. Man kann ja nie wissen, ob die nich irjend een’n Schabernack mit ei’m treiben wollen, nich waa?”

Drastischer fiel die Wortwahl beim Sprecher der Senatsverwaltung für Inneres und Sport Berlin aus: „Es mag ja sein, dass der Herr Barth bei dem ganzen Dummvolk da draußen der supertolle Hecht ist. Aber die Leute hier versuchen den richtig ernsthaften, anstrengenden Job zu machen. Da kann es nicht angehen, dass jeder Komiker mit seinem Gesabbel laufend die Leitungen blockiert. Darum trennen wir die Spreu vom Weizen!”

Diese aktuelle Meldung erreichte uns nach Veröffentlichung des Artikels: In sensationell einmütiger Solidarität haben sämtliche 2.051.985 Liker von Mario Barth beschlossen, künftig ihrerseits den Notruf 110 zu boykottieren. “Die werden schon sehen wo sie bleiben, wenn die Stammgäste nicht mehr da sind!” Postete ein besonders leidenschaftlicher Fan. Das tut richtig weh!

 

*Anmerkung der Redaktion
Upps, da ist uns ein total beabsichtigter Fehler unterlaufen. Wir wissen selbst, dass die abgebildete Person nicht Mario Barth, sondern Stefan Raab ist. Leute,  wir haben es echt mit dem Foto von Mario Barth versucht. Der hat uns aber das Layout derart versaut, dass wir uns sagten: Stefan Raab kommt besser! Wir bitten für diesen verständlichen Hoax bei allen Beteiligten um Verständnis.

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Ist Gün­ter Grass jetzt ein Ghost­writer?

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Der Mahner spricht selbst aus dem Jenseits

By Blaues Sofa from Berlin, Deutschland (Günter Grass beim Blauen Sofa) [CC BY 2.0], via Wikimedia Commons

Lübeck, Ratzeburg (AA) – Hartmut P. staunte nicht schlecht, als er sich wie jeden Morgen an seinen Rechner setzte, um an seinem Roman zu arbeiten. In dem Moment als er anfangen wollte zu schreiben, füllte sich wie von Geisterhand der Bildschirm mit Buchstaben, die allerdings nicht von Hartmut P. stammten. Zunächst dachte der Autor, dass vielleicht etwas versehentlich auf der Tastatur gelandet sei, wodurch das Geschreibe augelöst würde. Aber da lag nichts. Als er den dann Text genauer betrachtete, kamen ihm die Worte sehr bekannt vor. Mittendrin stand da “Ilsebill salzte nach”. Dann wo anders: “zugegeben: ich bin Insasse einer Heil- und Pflegeanstalt”. Zunächst versuchte er das Geschriebene einfach zu markieren und zu löschen. Aber prompt stand es wieder da. Das Spiel wiederholte sich mehrmals. Als Hartmut P. schließlich entnervt aufgab, stand da: “Warum erst jetzt” sagte jemand der nicht ich bin”. Die Worte waren für den Kenner unschwer als Buchanfänge von Günter Grass (Im Krebsgang, Die Blechtrommel, Der Butt) auszumachen. Das wurde P. dann zuviel. Offensichtlich verbot ihm sein Rechner oder eine übergeordnete Macht oder Günter Grass persönlich aus dem Jenseits das Schreiben.

Ein zu Hilfe gerufener Geisterbeschwörer war sehr bald mit seinem Latein am Ende und musste unverrichteter Dinge wieder abziehen. Die AA erlangte Kenntnis von der Geschichte durch die Schwester von Hartmut P, weil sie bei der Beschwörung als Zeugin dabei war.

Nervlich zerrüttet hörte Hartmut P. auf zu schreiben und widmete sich fortan dem Züchten von Gänseblümchen.

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