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Berichte, Analysen, Meinungen zum Unverstand der Dinge

 QUERBUNG

Verdacht auf illegale Prostitution

Erstes Münchner Kellnerinnen Take Away seit gestern abend dicht

von | Mittwoch, 28. Oktober 2015

Das Vergnügen war nur kurz. Gerade erst eröffnet musste das Sibiria auch schon wieder schließen.

Bildrechte: „Waitress taking an order“ photo by Alan Light. Lizenziert unter CC BY 2.0 über Wikimedia Commons.| Schild: By Politikaner (Self-photographed) [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons

München (AA) – Fast wie im Film stürmte gestern abend zur besten Essenszeit die Polizei das Trendlokal Sibiria im Glockenbachviertel. Gäste, die es sich gerade gemütlich gemacht hatten beziehungsweise schon am Essen waren, wurden unsanft aufgefordert das Lokal umgehend zu verlassen. Die aufgescheuchten weibliche Servicekräfte, die das allgemeine Chaos zur Flucht nutzen wollten, wurden festgehalten und in die bereitstehenden Busse verfrachtet. Ebenfalls dort landete der Besitzer, der Geschäftsführer sowie das gesamte Küchenpersonal. Grund für den Gewahrsam: Verdacht auf illegale Prostitution und Zuhälterei.

Nachdem sein Anwalt eine Kaution in Höhe von 200.000 Euro hinterlegt hatte,  konnte der vermeintliche Besitzer, Igor Usmalov, das Kommissariat in der Ettstraße wieder verlassen. Zur AA sagte er: “Das ist mir unverständlich. Bei mir zuhause ist das völlig normal, dass man nach einem schönen Essen, zusammen mit Freunden, die Kellnerinnen mit nach Hause nimmt. Ich habe mir gedacht, ich bringe ein bisschen sibirische Kultur nach Deutschland und dann das.” 

Dazu ist anzumerkten, dass das Sibiria mit diesem speziellen Service nicht nur bei Männern beliebt ist, sondern auch großen Anklang bei Familien mit Kindern gefunden hat: So kommt man preiswert zu einer Nanny. Einem netten Kinoabend zu zweit steht nichts im Wege.

Im Vorfeld war den ermittelnden Behörden mit Hilfe von Stichproben die hohe Fluktuation beim Personal aufgefallen. Nach der Razzia stellte sich heraus, dass die meisten ohne Aufenthaltsgenehmigung und Arbeitserlaubnis im Sibiria beschäftigt waren. Viele konnten noch nicht einmal Deutsch. Die Folgen für Herrn Usmalov werden sich in Grenzen halten. Er hat einen guten Anwalt und laut dessen Aussage war Herr Usmalov nur ganz zufällig als Gast in dem Lokal. Auf die Frage, wie sich das dann mit seinem vorher an den Tag gelegten Chefgehabe verträgt, lautete des Anwalts Antwort: “Werfen Sie einfach einen Blick in die Bücher. Da steht drin, wem der Schuppen gehört.”

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