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Berichte, Analysen, Meinungen zum Unverstand der Dinge

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Zum Abschuss freigegeben

Keine Schonzeit für Horror-Clowns

von | Dienstag, 25. Oktober 2016

Hat zwar noch gut lachen, wird aber schon bald mit den geballten Ladungen deutscher Feld-, Wald- und Wiesen-Jägermeister rechnen müssen: Wild gewordener Horror-Clown.

Bildrechte: flickr.com, Argonz | CC0 Pu­blic

Berlin (AA) – In letzter Zeit häuften sich die Zwischenfälle, in denen sich Mensch und Clown gefährlich nahe kamen. Sogenannte Horror-Clowns tauchten, teilweise mit Messern oder Baseballschlägern bewaffnet, unvermittelt vor nichts ahnenden Passanten auf und gingen auf sie los. Schocks, Traumata  und sogar teilweise massive Körperverletzungen waren die Folge. Im Gegenzug eskalierte aber auch die Gegengewalt: So stach in Berlin-Hellersdorf ein 14-jähriger einen Clown nieder, weil er sich von diesem bedroht fühlte. Betrachtet man die Notwehrsituation, ist dagegen erstmal nichts einzuwenden. Allerdings sollte man die Jagd auf Clowns auf keinen Fall dem Ungeübten oder gar dem Faustrecht überlassen. Denn nur der ausgebildete Jäger weiß, wie man eine Pappnase waidgerecht zur Strecke bringt.

Auf Drängen der Jagdverbände hat das Bundesjustizministerium den Abschuss aller Clowns durch qualifizierte Jäger freigegeben. Da man in freier Wildbahn nicht unmittelbar unterscheiden kann, wie gefährlich denn ein Clown wirklich ist, dürfen ab sofort alle freilaufenden Clowns ohne Rücksicht auf Verluste bejagt werden. Der frei herumlaufende Clown hat in der Natur nun mal nichts verloren und stellt eine Gefahr für die Allgemeinheit dar. Nur der rasche und präzise Beschuss kann diesem Spaß wirksam Einhalt gebieten. Sicher bereichert in Folge dessen der eine oder andere sorgsam präparierte Clownskopf die Trophäensammlung von so manch bravem Jägersmann. Der Verband deutscher Präparatoren signalisierte bereits, dass seine Mitglieder keine Probleme haben, Clowns lebensecht aufzubereiten. Sei es Kopf oder Ganzkörperpräparat.

Doch warum diese plötzliche Störung des Friedens? Vielleicht sind wir Menschen zu lange zu sehr dem Trugschluss aufgesessen, dass Clown und Mensch symbiotisch miteinander können. Schließlich ging dieses Miteinander tausende von Jahren gut. Mag aber auch sein, dass die Clowns von heute einfach überzüchtet und vermehrt zu psychischen Defekten neigen. Leider kann man nicht jeden wildgewordenen Clown einfach so in psychologische Behandlung schicken. Entsprechend musste eine schnelle Lösung her.

Moderate Umweltverbände plädieren für die gezielte Auswilderung aller Restbestände. In abgetrennten Gebieten, fernab von jeglicher Zivilisation, würde man sie unter Beobachtung stellen und käme so womöglich den Ursachen für die massive Verhaltensänderung auf die Spur. Sofern nach der Dezimierung noch ein ausreichender Clownsbestand vorhanden ist.

Sollte Ihnen ein Clown vor den Kühler laufen und in Folge dessen zu Tode kommen, müssen Sie auch diesen, wie jeden Wildunfall bei der Polizei melden. Auf keinen Fall dürfen Sie die Beute einfach in den Kofferraum und zuhause in die Tiefkühltruhe packen. Auch wenn mittlerweile viele leckere Rezepte zur Zubereitung von Clowns im Internet kursieren.

Eindringlich warnen die Behörden vor Selbstjustiz, gerade gegen die domestizierten Clowns in Zirkussen und Krankenhäusern. Auch zukünftig dürfen Waffen weder in den Zirkus noch ins Krankenhaus mitgebracht werden. Noch nicht einmal Spielzeugwaffen. Die würden nämlich hinwiederum die guten, domestizierten Clowns erschrecken. Um alles reibungslos und in geordneten Bahnen verlaufen zu lassen, sind Leibesvisitationen wohl unumgänglich. Zur Erinnerung: Clowns im Zirkus oder Krankenhaus sind harmlos. Die tun nichts. Die wollen nur spielen!

Clowns, die sich im Graubereich zwischen gut und böse bewegen, wie zum Beispiel Ronald McDonald, sollen, was ihre Gefährlichkeit für die Allgemeinheit angeht, nachgerade einer besonderen Prüfung unterzogen werden.

Aus Hollywood wurde die Meldung kolportiert, dass sich sogar Steven Spielberg des Phänomens annehmen möchte. Mit dem Remake seines hoch erfolgreichen Haischockers. Titel: Der Weiße Clown.

Dass das Verhältnis Mensch-Clown schon jeher trügerisch ist beweist diese schon fast prophetische Nummer der NDW Band “Der Plan” : Gefährliche Clowns. Also, “Achtung Kurt-Martin!”

 

 

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