Berichte, Analysen, Meinungen zum Unverstand der Dinge

 QUERBUNG
[the_ad id=”3605″]
[the_ad id=”4564″]
[the_ad id=”3602″]

Nix wie weg zu neuen Gestaden

Nach dem Brexit ziehen die Briten um

von | Donnerstag, 23. Juni 2016

Nach dem Brexit suchen und finden die Briten das Weite in den Weiten des Atlantik.

Bildrechte: Nordatlantik By Tentotwo (Own work) [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons | Schlepper By Tugboat_diagram-de.svg: *original: Al2 with minor modifications by Lycaontranslation: Sebastian Rittau (talk)Tugboat_diagram-en_edit.svg: Al2 with minor modifications by Lycaonderivative work: Fecchi (Tugboat_diagram-de.svgTugboat_diagram-en_edit.svg) [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons

London (AA) – Halb zog es sie, halb sanken sie hin. Und war’n nicht mehr gesehn. Fast wie dem Fischer bei Goethe wird es wohl auch den Briten gehen, nachdem sie mit dem Brexit die Gängeleien des trauten Heims Europa hinter sich gelassen haben. Bang aber erwartungsvoll. Riskant und doch frei wie früher, als man unbesorgt die Wellen durchpflügte und sich beim nächst besten vorbei kommenden Schiff bediente. Nur die eigenen Regeln zählten. Keine Bevormundung von außen. Es ist diese Selbstsicht, frei von jeglicher Selbstbetrachtung, die es speziell dieser Nation von Seefahrern möglich machte, forsch ins Blaue, Unbekannte zu tauchen beziehungsweise zu schippern.

Nach erfolgter und erfolgreicher Abstimmung will man sich endlich wieder auf die eigenen uralten Tugenden besinnen. Musste man sich, dank auferlegter EU-Restriktionen, lange Zeit auf die monetäre Piraterie im Londoner Bankensektor beschränken, darf’s ab sofort auch wieder handfester zur Sache gehen: Auge in Auge, Breitseite um Breitseite. Ausgestattet mit einem Kaperbrief “of her Majesty, the Queen” darf wieder gekapert werden, was es zu kapern gibt. Und deshalb will man sich endgültig vom europäischen Festlandssockel lösen und mit Hilfe starker Schlepper einen neuen, geostrategisch besseren Platz finden. Da ist die Mitte des Atlantik geradezu ideal. Beherrscht man damit nicht nur die Schifffahrt, nein, auch die vorbei laufenden Seekabel kann man super anzapfen und damit das Internet kontrollieren.

Ein Verlierer des Votums steht allerdings fest: David Cameron. Viel zu lange und viel zu wankelmütig lavierte er durch den Entscheidungsprozess. Mal war er dafür, dann wieder dagegen. Klare Kante gab’s da nicht von ihm. Umso lauter tönte dagegen sein Widersacher und gleichzeitiger Parteifreund, Boris Johnson. In einer Demokratie gibt es immer noch eine Menge Leute, die mögen’s einfach laut. Muss nicht unbedingt wahr sein, Hauptsache laut. Also ehrlich, lieber David, wir dürfen Sie doch David nennen? Was soll man von einem Mann halten, der “einen sehr privaten Teil seiner Anatomie in das Maul eines Schweins gesteckt hat” (#piggate/#hammeron)? Das klebt an einem dran wie Kitt. Schließlich sollte ein Mann wissen, wo er gerade sein Ding drinstecken hat und wo nicht. Punkt für Johnson.

Der übrig gebliebene Rest von Europa atmet auch auf. “Endlich sind wir diese dämlichen britischen Zicken los. Gebracht haben sie uns eigentlich gar nix. Nur immer «das geht nicht, und das wollen wir nicht, mit uns ist das nicht zu machen, wir wollen unser Geld zurück.» mimimi”, so die Aussage eines sichtlich erleichterten Brüsseler Beamten. “Endlich können wir uns wieder auf unsere Kernaufgaben konzentrieren.” Die Frage, welche Kernaufgaben das denn wären, ließ der Eurokrat unbeantwortet.

*Anmerkung des Autors

Gefällt Ihnen die Allgemeine Allgemeine? Dann Empfehlen Sie uns weiter!

Sozialisieren Sie! Ob Facebook, Twitter, Google+, LinkedInPinterest oder Tumblr. Nutzen sie die kleinen, lustigen Knöpfe links am Seitenrand und teilen Ihren Freunden, Feinden, Bekannten oder der ganzen Welt mit: He, da gibt es ein Schmierblatt, das ist endsgeil oder zum Füße einschlafen. Wie auch immer. 

 

Geben Sie Ihren Senf dazu mit Kommentaren

Setzen Sie bei jedem Artikel nach Lust und Laune Ihre persönliche Duftmarke: Kommentieren Sie. Tollen Sie, trollen Sie, prollen Sie, gehen Sie in die Vollen, wenn Sie wollen. Steigen Sie ein in hitzige, coole, immens schlaue oder abgrundtief blödsinnige Diskussionen. Halten Sie mit Ihrer Meinung nicht hinterm Berg und geben Sie Ihrer Fantasie freien Raum

 

Teilen via Flattr*

Lizenz: Creative Commons Lizenzvertrag
Alle Inhalte auf „Allgemeine Allgemeine” stehen, sofern nicht anders vermerkt, unter Lizenz von: CC BY-NC-SA 4.0 International. Für mehr Informationen klicken Sie auf den Link oder das Bild links!

 

 

 

Pin It on Pinterest

Share This