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Harmonüscher Ünteressensausgleich

Polit Süper Lüg – Türkiye vs EU: 3 Müllüarden zü Nüüüüüüüüüüüüll

von | Samstag, 19. März 2016

Haben alle außer ihm beim Flüchtlingsdeal nix zu lachen. Drum grinst er sich einfach mal eins für sich in’s Fäustchen: Türkischer Ministerpräsident Ahmet Davutoğlu.

Bildrechte: By DoD photo by Glenn Fawcett [Public domain], via Wikimedia Commons

Brüssel (AA) – “Gott sei Dank haben wir den Tisch über den wir gezogen wurden jetzt hinter uns. Es bedurfte einfach eines entscheidenden Schrittes nach vorne!” Die Erleichterung war Angela Merkel sichtlich anzumerken, als es galt, die Ergebnisse der Verhandlungen mit ihren Brüssler Amtskollegen zum ausbaldowerten Flüchtlingsdeal zu verkünden. Dem vorausgegangen waren harte und zähe Verhandlungen mit dem türkischen Ministerpräsidenten Ahmet Davutoğlu. Die Einigung Donnerstag nacht erfolgte in “Eckpunkten” in einer “gemeinsamen Position” auf “gemeinsamer Linie”. Das bedeutet vor allem enorme Erleichterungen und finanzielle Zuwendungen für die Bevölkerungsgruppe, die am schwersten unter der Flüchtlingskrise leidet: Die Türken. Vorausgesetzt die stimmen noch zu! Letzte Nacht wurden auch diese harten und zähen Verhandlungen mit dem türkischen Ministerpräsidenten Ahmet Davutoğlu zu einem krönenden Abschluss gebracht. Ja! Aber…

Hohe Professionalität

Eins muss man Angela Merkel lassen: Noch nie zuvor wurden in der gesamten Geschichte der Migrationsbewegungen Flüchtlinge, soweit bislang dokumentiert, derart sauber vertickt. Da spürt man schon, dass da eine professionelle Hand ihre Finger mit drin hat. Vorerst geht es um 18.000 Flüchtlinge. Diese Zahl soll dann auf 54.000 oder 72.000 aufgestockt werden. Der Umgang mit solch entspannten bereinigten Zahlen entspannt und bereinigt auch die Zählung und das ergibt dann noch entspanntere und noch bereinigtere Zahlen. Wo immer man gerade zählen will, sind die Flüchtlinge dann eben gerade wieder mal woanders. Das macht die Zählung eben gerade so robust und gleichzeitig im eigenen Sinne flexibel darstellbar. Damit lässt sich eine Menge statistisch interpretieren und ausdrücken oder sogar raus quetschen. Dass da noch irgendwo vielleicht 2 Millionen andere Migranten, sozusagen als moralischer Ballast herum irren, kann man erstmal vernachlässigen. Die schiebt man als marginale Nebenrechnung einfach mal auf’ einen Wischzettel.

Die Flüchtlingswäsche

Wie soll aber der Prozess des Flüchtlingsverschubs genau vor sich gehen. Man kann sich das vielleicht am besten als gigantische Waschanlage vorstellen: Die Maschinen stehen in Griechenland beziehungsweise der Türkei und die Wäsche sind die Flüchtlinge.Zunächst macht man aus den irregulären “griechischen” Flüchtlingen reguläre “türkische”. Dann lässt man sie eine Zeitlang in der Türkei assimilieren, quasi wenn man so will als Vorwäsche oder  Dekontamination oder Quarantäne. Nein, wir verbitten uns in diesem Zusammenhang das Wort “Säuberung” auf das Vehementeste. Gesäubert werden die Flüchtlinge ja nicht. Sie werden nur auf ein korrekt verwaltbares Maß zurecht gestutzt, gemäß eurokratischen Regeln. Haben sie dann den ersten Waschgang vom irregulären in den regulären Zustand durchlaufen, geht’s in die nächste Maschine:

Die Flüchtlingsschleuder

Nach der Flüchtlingswäsche kommt dann der Clou – Die Flüchtlingsschleuder. Die funktioniert so: Die Türkei nimmt Griechenland alle irregulären (schönes Wort) Flüchtlinge ab, die in Griechenland sind. Im Gegenzug nimmt die EU die Flüchtlinge auf, die zu dem Zeitpunkt gerade in der Türkei sind. Kommen nun neue Flüchtlinge nach Griechenland, werden die im Anschluss wieder von der Türkei abgenommen. Da waren die anderen ja schon wieder eine Zeitlang in der Türkei und können im Rahmen des Abkommens wieder von der EU abgenommen werden. Und so fort. Man nimmt so den illegalen Schleusern das Geschäftsfeld weg, indem man die Schleusung selbst in die legale Hand nimmt.

Damit nicht genug, setzt man noch einen drauf, durch die Remigration von bereits auf die EU verteilten Flüchtlinge. Die entsteht automatisch durch die Unzufriedenheit von Flüchtlingen mit dem zugeteilten Gastgeberland, durch den Wunsch nach Familienzusammenführung oder dem Wunsch, trotz aller Gefahren wieder dorthin zurück zu gehen, wo man herkam. Aber auch aus Abenteuerlust. Gab das beim ersten mal einen Kick, will so mancher das vielleicht noch mal. Der Weg ist ja bekanntlich das Ziel.

Weil das wie ein öffentlicher wunderbarer Waschsalon klingt, muss man nur darauf achten, dass man als Wäscher genug Wertmarken zum Reinstecken hat: Na ja, jetzt haben wir erst mal Chips im Wert von ungefähr 3 Milliarden Euro. Gemunkeltl wird aber schon mal von 6 Milliarden. Mal abwarten, welche Zahl letztendlich von der Türkei auf den Wunschzettel diktiert wird. Auch da herrscht vollkommene Flexibilität.

Visafreiheit

Ganz oben auf der türkischen Agenda steht die Visafreiheit. Damit können sich nun auch die Türken reichlich freizügig und ohne lästige Passkontrollen im EU-Raum bewegen Befragt man nun Türken auf der Straße, was sie von der in Aussicht gestellten Visafreiheit halten, erhält man oft als Antwort: “Isch weiß nischt, was der Recep (Erdoğan, die Red.) immer hat mit der Visafreiheit? Isch hab Mastercard, isch hab American Express und isch hab Visa. Vielleicht braucht er Visafreiheit, weil ihm die Emine (Frau Erdoğan, die Red.) kein’ Kredit gibt. Aber wenn er Viagra kaufen will, hat doch die Emine auch was davon im Harem, oder?

Euxit (Variante 2)

Glatt durchzugehen scheint auf Grund der erhöhten Erpressungslage auch der EU-Beitritt der Türkei. Sollte der tatsächlich stattfinden, muss man sich sicher Gedanken machen, wie man sich aus der verkorksten Chose EU rettet. Würden doch mit der Hofierung von Erdogan nicht nur die Flüchtlinge, sondern Menschenrechte und Demokratie sowie alle anderen westlichen Werte gleich mit verramscht. Ein geschlossener Austritt aller bisherigen EU-Mitglieder wäre vielleicht noch die eleganteste Variante. Die Türken kommen vorne rein, der Rest geht durch die Hintertür raus. Die Türkei verbliebe dann als einziges Mitgliedsland in der EU. Äh selbstredend dann: EÜ. Na ja, so ein paar Staaten mit selbstherrlichen Autokraten an der Spitze könnte man vielleicht auch noch drin lassen.

Pressefreiheit

Ein weiterer stillschweigender Teil des Deals ist die Unterstellung aller deutschen Pressorgane unter die Kontrolle des türkischen Geheimdiensts. Das geht auch in Ordnung so. Haben doch die Türken eine herausragende Expertise im fachgerechten Umgang mit unsachgemäßer und vorurteilsbehafteter Berichterstattung durch die Lügenpresse. Was die Russen im übrigen auch sehr gut können. Wieder mal vollkommen unverständlich, warum Erdogan und Putin sich nicht verstehen. Am Ende sind die beiden sich einfach zu ähnlich? Mag ja sein?

“Moment, was ist das? Trampeln schwerer Stiefel draußen vor der Tür? Türkisch klingende Befehle. Da tritt jemand die Tür ein. Hiiiiiilfe, ich meine natürlich: Hüüüüülfe…

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