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Blatter tauscht mit Niers­bach – Niers­bach tauscht mit Blatter

von | Montag, 19. Oktober 2015

So soll es sein: Der Ältere übergibt an den Jüngeren. Sepp Blatter erhielt von João Havelange den Weltfußball. Kommende Woche reicht er ihn an Wolfgang Niersbach weiter.

Bildrechte: By NL-HaNA, ANEFO / neg. stroken, 1945-1989, 2.24.01.06, item number 253-8731 (Nationaal Archief Fotocollectie Anefo) [CC BY-SA 3.0 nl], via Wikimedia Commons

Frankfurt, Zürich (AA) – Die Verhandlungen sind schon weit gediehen, die Verträge so gut wie unter Dach und Fach. Geringfügige Details gilt es vielleicht noch zu korrigieren. Aber im Großen und Ganzen steht der Vertragsunterzeichnung Josef Blatters für das Amt des DFB-Präsidenten nichts mehr im Wege. Umgekehrt ist auch Wolfgang Niersbachs Inthronisation als FIFA-Boss fix für Anfang kommende Woche geplant. Da Blatter seit jeher die schriftlichen Angelegenheiten Niersbachs mit erledigt hat – unter anderem unterschrieb Blatter in Niersbachs Namen die Steuererklärung zur WM 2006 – wird er voraussichtlich heute nachmittag, im Beisein von Familie, engsten Freunden und Leibwächtern, beide Vertragswerke, sowohl für sich als auch für den scheidenden DFB-Präsidenten, im Zürcher Hotel “Baur au Lac” feierlich unterzeichnen. Wolfgang Niersbach ist simultan per Skype zugeschaltet.

Die AA hatte das Glück mit Sepp Blatter, kurz vor seiner Inauguration noch ein kleines Telefonat zu führen. Darin sagte er folgendes: “Sehen Sie her: Im Fußball ist es doch gang und gäbe, dass sowohl Spieler als auch Trainer den Verein wechseln. Hat man bei dem einen Verein einen Misserfolg, heißt das doch nicht automatisch, dass man ein schlechter Spieler oder ein schlechter Trainer ist. Man kann durchaus anderswo umso erfolgreicher agieren. Dass es jetzt zu diesem Rollentausch kommt, liegt in der Natur der Sache: In diesen Spitzenpositionen ist die Luft sehr dünn. Und da gibt es meist nur wenige oder gar keinen, der diese Erfahrung mit diesen extremen Höhen hat. So einen wie mich, mit der Expertise, kann man beim Deutschen Fußballbund sicherlich gut gebrauchen. Und wenn der Wolfgang, was die FIFA betrifft, mal Hilfe braucht? Da gibt es immer noch das Telefon, oder?”

Auch Wolfgang Niersbach bekamen wir kurz an die Strippe. Der hörte sich gar nicht so traurig an: “Ich bin heidenfroh, das Schlamassel mit dem DFB endlich hinter mir zu lassen. Ja, ich freue mich auf die Herausforderung in Zürich. Schade finde ich nur, dass ich zukünftig nicht mehr Glücksfee bei der Auslosung zum DFB-Pokal spielen darf. Das war für mich immer das Schönste.”

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