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Das Empire löst sich auf

Wayne Rooney beantragt in Frankreich Asyl

von | Donnerstag, 7. Juli 2016

Erst der Brexit, dann noch bei der Euro gegen Island raus. Englands Fußballikone Wayne Rooney beantragte in Frankreich kurzerhand Asyl.

Bildrechte: By Gordon Flood (originally posted to Flickr as _MG_8223) [CC BY 2.0], via Wikimedia Commons

Nizza (AA) – Football is staying away. So könnte die allgemeine Schlagzeile zum unglückseligen England lauten, seitdem sie im letzen Jahrtausend, anno 1966 per Wembleytor das erste und einzige mal Weltmeister wurden. Seit dazumal hat sich Fortuna konstant und konsequent vom Mutterland des Fußballs abgekehrt und seitdem nie wieder einen wohlgesonnenen Blick gegönnt. Ja, es stellt sich einem angesichts dieser englischen Misere, oder Nichtskönnerschaft, die grundsätzliche Frage: Haben die den Sport wirklich erfunden? Ach, hätte sich doch damals der russische Linienrichter Tofiq Bəhramov nur verguckt und kein Tor gesehen. Dann wären zwar vielleicht wir Deutschen Weltmeister geworden, aber vielleicht, vielleicht hätte stattdessen an unseren Stollen das immerwährende Fußballpech geklebt. Statt unserer wären dann vielleicht die Engländer glückselig von Finalteilnahme zu Finalteilnahme gerauscht. Aber, wenn und hätte. Das Glück, vor allem das fußballerische ist ein unberechenbares Miststück und sicherlich ist es müßig darüber zu diskutieren, ob die Engländer diese Schicksalsschläge verdient haben oder nicht. Aber jetzt mal Butter bei die Fische: Logisch haben sie’s verdient. Das Schicksal hat es immer so gewollt. Oder fällt Ihnen, werter Leser, ein Alternativszenario zum englischen Dauerpech ein? Ein Volk, das sich fortwährend im Dauerregen befindet, landet zwangsläufig in der Dauertraufe.

Um das Fass zum Überlaufen zu bringen hat Wayne Rooney bei der Einwanderungsbehörde in Nizza vorgesprochen und um Asyl in Frankreich gebeten. Shocking! Ausgerechnet Wayne Rooney. Die Inkarnation der britischen Bulldogge kehrt seinem Mutterland den Rücken und bittet bei den Froschfressern um Asyl. Geht’s noch? Aber was hätte er auch sonst machen sollen. Die Isländer, die für sich in Anspruch nehmen können, die einzig wahre Insel nördlich des Ärmelkanals zu sein, haben ihn völlig nackig gemacht. Sind sie doch über die Engländer hergefallen wie einst Ragnar Lothbrok über Wessex. Mit dem verlorenem Gesicht braucht er nicht mehr zurückzukehren auf seine Insel. Eigentlich logisch, dass er sein Heil in der Flucht nach Frankreich sieht, auch wenn er sich fußballerisch wahrscheinlich ein oder zwei Klassen tiefer wiederfindet. Gewinnen kann er so allenfalls noch einen Blumentopf. Aber lieber den, als daheim unter Pfiffen und Johlen erstklassig zu spielen. Dann mach es mal gut, Wayne! Und viel Spaß beim Französisch lernen.

Zum Katholizismus übergetreten und in die Obhut eines Zisterzienserklosters geflüchtet sein soll Englands Ex-Coach Roy Hodgson. Britische Hools hatten ihm angedroht, falls er jemals wieder britischen Boden betritt, schon Teer und Federn auf ihn warten. Ein guter Grund für ihn, den Rest seines Lebens der Kontemplation zu widmen und immerdar zu schweigen. 

Und wir? Ja, wir werden weiterhin auf der Woge des Erfolges reiten. Das Erreichen des Halbfinales von fußballerischen Großevents ist auf immer Pflicht. Bis es uns dann irgendwann erwischt. Das britische Pech. Und da könnten wir anfangen, die Briten zu beneiden. Je früher die Erkenntnis falsche Entscheidungen getroffen und falschen Propheten gefolgt zu sein, desto eher die Wahrscheinlichkeit, einer schnellen Kehrtwendung zum Positiven. Schneller jedenfalls als bei denen, die da selbstherrlich glauben richtig zu liegen, nur weil sie das Schicksal bislang so positiv bedacht hat. Dann könnte uns England tatsächlich voraus sein. Die Liebe der Götter ist am Ende bei denen, die ihre Größe aus der Niederlage ziehen.

 

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