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Schokoladenmulti reagiert auf Kundenproteste

Ferrero bringt die extra Kinderschokolade in den Handel

von | Dienstag, 31. Mai 2016

Das Konterfei dieses Jungen gibt’s neuerdings auf der Sonderedition der Kinderschokolade zu sehen. Im Regal findet man sie weit rechts vom üblichen Sortiment.

Bildrechte: See page for author [Public domain], via Wikimedia Commons

Frankfurt am Main (AA) – Verständlich, dass sich Volkes Zucker- und Fett-Rundum-Versorger Ferrero jedweden Rassismus im Zusammenhang mit seinen Produkten verbittet. Entsprechend rasch reagierte man logischerweise auf hässliche Facebook-Posts und schob diese gaaanz schnell in die tiefste untere rechte Schublade. Schließlich sollte die eigene strahlende Gloriole auf gar keinen Fall Flecken bekommen. Man kann, siehe FIFA, zwar eine Menge Dreck am Stecken haben, sich aber immer wieder in ein schönes Licht setzen, sobald eine eindeutige Distanz zu jedwedem Rassismus hergestellt wird. Das ließ sich wunderbar einrichten, als sich rechte Kreise über Kinderbilder aktueller Nationalspieler mit Migrationshintergrund (Boateng, Özil, Khedira) via Facebook echauffierten. 

Da wallte und brodelte manch dumpfes Gemüt gewaltig ob dieses Undeutschtums, das ihnen da auf einem der deutschesten aller deutschen Nahrungsmittel dunkelhäutig entgegen prangte und arg am Nationalstolz – oder Minderwertigkeitskomplex – rüttelte. Schokolade und Gesinnung, die dürfen, können, ja müssen braun sein, aber doch nicht die Hautfarbe. Wo kämen wir denn da hin?

Wie so oft wurde gleich wieder ein “Armes Deutschland” in die Runde gepostet. Lieber Freund, so arm kann Deutschland gar nicht sein, wenn es sich immer noch leisten kann, schlichte Gemüter wie dich zu beherbergen. Und solange Ferrero oder Mars in der Lage sind Zucker in nahezu toxischen Mengen in die Schokoladenmasse zu kleistern ist auch hier kein Anlass zur Besorgnis. Arm wird Deutschland erst dann, wenn die Krankenkassen die Behandlung der durch die Nahrungsmittelkonzerne forcierten Diabetes nicht mehr bezahlen können und noch mehr Idioten denken, sie können das ohnehin schon arg gebeutelte Sozialsystem noch weiter unterminieren.

Stehenden Fußes haben wir uns also auf den Weg in den nächsten Supermarkt gemacht, um noch Schokoladentafeln mit Boatengs, Özils, Khediras oder Rüdigers zu ergattern. Bedauerlicherweise wurden wir nicht fündig. Nur blonde, blauäugige Jungs, die uns da hoffnungsfroh aus dem Regal entgegen strahlten. Einer stach mengenmäßig besonders stark hervor: Thomas Helmer. Der ist als Spieler zwar aus dem letzten Jahrhundert, verkörpert aber mit seinem Aussehen genau den Spielertypus, den sich viele unserer Facebook-Protestler wünschen. Aber mit dem gewinnt die Nationalmannschaft altersbedingt allerhöchstens noch einen Blumentopf bei der EM.

Zu unserem Bild oben: Keine Ahnung wer der Junge ist. Aber die Auflösung des Rätsels findet sich sicher auf der Rückseite der Verpackung.

Eilmeldung: Wie von uns bereits prognostiziert ist Thomas Helmer nicht in Jogi Löws Aufgebot. Die Schokolade können sie, dank Zuckeranteil, bedenkenlos verzehren. Das Mindesthaltbarkeitsdatum der Schokolade ist sicher länger als das von Thomas Helmer.

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