Berichte, Analysen, Meinungen zum Unverstand der Dinge

 QUERBUNG
[the_ad id=”3605″]
[the_ad id=”4564″]
[the_ad id=”3602″]

Gen sei Dank – Alte Tradition bleibt erhalten

Die düm­msten Bau­ern ha­ben auch in Zu­kunft die größ­ten Kar­tof­feln

von | Mittwoch, 30. September 2015

Verspricht sich für dieses Jahr wieder einen Spitzenertrag. Landwirt Knut Barstege mit einer seiner Mörderkartoffeln.

Foto Ernter:MarkusHagenlocher (Own work) [GFDL or CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons | Foto Kartoffel: By ZooFari (Own work) [Public domain], via Wikimedia Commons

Tüttelborn (AA) – Dass der Medienrummel derart über ihn hereinbrechen würde und die Journalistenmeute seinen Kartoffelacker niedertrampeln würde, das hatte sich Knut Barstege aus Tüttelborn definitiv nicht so vorgestellt. Gottseidank hatte er seine Ernte mit Schwerlastern bereits sicher eingefahren. Stellt man ihm allerdings die Frage, was er sich denn so vorgestellt hätte, lautet die Antwort lediglich, dass er sich das jetzt eben nicht so vorstellen könne, was er sich so vorstellen sollte.

Tatsache ist, dass Bauer Barstege an einem Entwicklungsprojekt genmanipulierter Kartoffelsaaten des Genmultis Monsanto teilgenommen hatte. Das Ergebnis nach Aussaat und Wachstum waren gigantisch große Kartoffeln von etwa einem Meter Dicke und zwei Metern Länge, die da auf seinem Acker in den Himmel sprossen. Mit dem normalen Ernter war diesen Giganten unter den Knollenfrüchten gar nicht mehr beizukommen. Sie mussten direkt per Gabelstapler auf die Ladefläche seines Anhängers gehoben werden. Auf die Frage, was er denn nun mit seinen Kartoffeln machen würde, wandte sich der Landmann hilfesuchend zum ebenfalls anwesenden Vertreter von Monsanto. Der Gentech-Spezi verwies darauf, dass laut üblicher Geschäftsvereinbarung zwischen Monsanto und den Partnerbauern letztere nicht befugt wären Auskünfte an Dritte insbesondere an die Presse weiterzugeben. Dem hatte Bauer Barstege nur ein “Tjou näh” hinzuzufügen.

Pin It on Pinterest

Share This