ABC-Schütze erschießt ABC

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Ein ganzes Land steht unter Schock

ABC-Schütze erschießt ABC

Schulhofmauer in Berlin-Köpenick. An dieser Stelle wurde die bekannte Buchstabenfolge niedergestreckt.

Es hätte ein wunderschöner Schultag für den Berliner Erstklässler Pelle Vollwerth werden können. Bis zum gestrigen Montag ging der plietsche Junge sehr gerne an die Hauptmann-von-Köpenick-Grundschule in Berlin Köpenick. Von außen erinnert der rote Klinckerbau zwar immer noch an die preußisch wilhelminische Zuchtanstalt als die sie einst erbaut wurde. Im Inneren pflegt man jedoch eine weltoffene, den Kindern zugewandte Pädagogik, die das strenge Äußere rasch vergessen macht.

Bei den Lehrern dachte man sich nichts weiter, als der Schüler heute morgen wie jeden Morgen gewohnheitsmäßig auf das im Schulhof herumstehende ABC schoss. Ein Vorgang, wie er jeden Morgen an jeder x-beliebigen Schule vorkommt. Der ist Erstklässler, der trifft sowieso nicht und nur Erstklässler, auch ABC-Schützen genannt, dürfen wenn überhaupt auf das ABC schießen. So dachte man. Nur leider traf der Junge und schwer getroffen fiel die beliebte Buchstabenfolge um. Ein rasch herbeigerufener Notarzt konnte anschließend nur noch den Tod feststellen.

Sofort alarmierten die Lehrer den Berliner Kultursenator. Der gab es sofort weiter an seine Kollegen in den Kultusministerien der Länder. Alle zusammen riefen dann den nationalen Bildungsnotstand aus. Deutschland, ja die ganze westliche Welt war mit einem Schlag ohne ABC. Zuerst versuchte man die Lage zu beruhigen. Vorratslager wurden durchsucht, ob noch irgendwelche Restbestände aufzutreiben waren. Aber wie lange würden die noch halten? Würde man damit noch durch den Winter kommen?

Sogar Wladimir Putin hat seine Hilfe aus dem fernen Russland angeboten. Der hat aber nur kyrillische Buchstaben, die mit unserem Alphabet nicht kompatibel sind.

Zur Stunde berät eine schnell eingerichtete Taskforce im Kanzleramt die weitere Vorgehensweise. Auch die NATO wurde alarmiert. Flieger pa­t­rouil­lie­ren (uff, danke copy-paste aus Duden) verstärkt an den Außengrenzen. Nordkorea hat ebenfalls Wind davon bekommen und betrachtet das  als entscheidende Etappe zur Aushöhlung des westlichen Imperialismus.

Auf die Eltern des Jungen wird wohl einiges an Schadensersatzforderungen zukommen. Vermutlich werden sie das nicht alleine stemmen können. Grob geschätzt beläuft sich das Malheur auf mehrere Milliarden Euro, soweit sich im derzeitigen Stadium schon mit belastbaren Zahlen jonglieren lässt. Inwieweit steht die Berliner Kulturbehörde in der Pflicht? Hätte man nicht schon seit Ewigkeiten auf derart altertümliche Rituale verzichten können? Gut, dass die AA noch einen gewissen Vorrat an As, Bs und Cs gebunkert hat. Wir hoffen, d ss d s no h eine Weile gut geht. Mist nö.

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Knacks weg für immer

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Knallerjob: Erst Verknallen, dann knallen … bis er durchknallte.

Herford (AA) – Es ist kein leichter Gang, den Kurt B. zusammen mit seinem Anwalt die Stufen des Gerichtsgebäudes von Herford hochgeht. Blass ist er. Er wirkt, als hätte er ein Jahr lang kaum geschlafen. Hohle Wangen, unsteter Blick, ausgemergelt. Die dünnen, braunen, fettigen Haare hängen strähnig und ungepflegt herunter. Trotzdem versucht er ein gewisses Maß an Würde aufrecht zu erhalten. Er hat sich, innerhalb seines bescheidenen Rahmens, in Schale geschmissen. Auch wenn der braune Anzug seine besten Zeiten schon hinter sich hat und die linkisch gebundene Krawatte, na ja. „Danke Stefan“ flüstert er, als ihm sein Anwalt ein Taschentuch reicht, damit er sich die Nase putzen kann. Ein Bild des Trauers.

Doch wie kam es dazu? Vor noch nicht einmal sechs Monaten stand Kurt B. mitten im Leben. Einer, dem die Herzen zuflogen und der so richtig aus dem Vollen schöpfen konnte. Ein Kracher von Mann. Das ganze Übel begann damit, dass er sein Profil bei einem Jobvermittler hinterlegt hatte und kurz darauf von einer Partnerbörse angeschrieben wurde. „Zusätzliche Fähigkeiten müsse er nicht mitbringen. Sein Profil und Aussehen wären deckungsgleich mit den Anforderungen“. Das monatliche Gehalt bewege sich anfänglich im niedrigen fünstelligen Bereich,  könne aber mit leistungsbezogenen Boni locker aufgestockt werden. Er müsse sich lediglich voll und ganz mit seiner neuen Firma identifizieren und darin aufgehen analog zum Wahlspruch des Unternehmens: Alle 11 Minuten usw…

Freudig griff Kurt B. zu und in den ersten Tagen gestaltete sich sein neuer Job wie eitel Sonnenschein. Er musste sich lediglich in einer gewissen Frequenz neu ver- und sich ebenso rasch wieder entlieben. Zu Anfang bewegte sich das auch in einem erträglichen Rahmen. Nur, als dann die Wintermonate kamen und immer mehr seiner Kollegen krank wurden und sich auch kein adäquater Ersatz fand, bekam Kurt B. den Identitätsdruck immer mehr zu spüren. Trotz des hohen Gehalts verspürte er nicht mehr diese anfängliche Motivation und Leidenschaft. Immer öfter vergaß er sich rechtzeitig zu entlieben. Was nervige Anrufe zur Folge hatte. Die Beschwerden häuften sich. Schließlich Abmahnung, Rauswurf.

„Das mit den 11 Minuten war schon hart für mich. Zu Anfang ging’s. Ich habe mir dann einen richtigen Zeitplan zurecht gelegt. Die ersten drei Minuten zum Verlieben und dann die restlichen 8 Minuten zum soften Rausschleichen. Das funktionierte soweit auch ganz gut. Aber irgendwann, klappte das nicht mehr so mit der Verknalltheit. Man wird ja auch mit der Zeit echt wählerischer. Man achtet dann  ja auch mehr auf die inneren Werte. Auf der anderen Seite gab’s auch echt welche, die hättest du mir nackig auf den Bauch legen können. Da ging gar nix bei mir. Aber gerade die Ischen saugten sich so richtig an einen dran. Ich bin die gar nicht mehr richtig losgeworden. Zwischendurch hat man selbst dann auch wieder Lust auf was Längeres, gerne auch mal 20 Minuten, sein können. Das wurde mir von der Geschäftsleitung aber verboten. Da hab‘ ich dann echt emotionalen Stress gekriegt.“ So die Stellungnahme von Kurt B.

Danach schaffte er es nicht mehr auf die eigenen Füße zu kommen. Er haderte mit sich selbst und glaubte lange, dass er es war, der versagt hätte. Bis er sich auf Anraten seines Arbeitsberaters in psychologische Betreuung begab und die Psychologin ihm schonend beibrachte, dass es ganz und gar nicht normal wäre sich im 11-Minuten-Takt zu ver- und entlieben. Von da an war es allerdings noch ein langer Weg, bis Kurt B. schließlich Klage beim Arbeitsgericht Herford einlegte. Und hier steht er nun.

Nach Rückfrage durch die AA beim Partnerportal erhielten wir die lapidare Antwort, dass das Arbeitspensum durchaus schaffbar wäre und auch in Relation zum Geforderten fürstlich entlohnt würde. Da das Verfahren in der Schwebe wäre, würden darüber hinaus keine weiteren Auskünfte erteilt.

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