Europa tritt aus der EU aus

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Euxit wegen zu vieler Deppen

Europa tritt aus der EU aus

Diese Sterne muss man nicht extra vom Himmel holen. Die fallen von alleine runter.

By Western_European_Union_Flag.svg: Iceyderivative work: Ssolbergj (Western_European_Union_Flag.svg) [Public domain], via Wikimedia Commons

Brüssel (AA) – Große Seifenoper wurde mal wieder in Brüssel gegeben.  Gehn’se oder bleiben’se? Die Briten? Mitten drin im Rampenlicht: Die britische Prime Sausage und Dauerknallcharge David Cameron, der mal wieder herum wichtelte, ob des Verbleibs des Vereinigten Königreichs in der Europäischen Union. Prompt gaben sich nach dieser wiederholten Dauerdrohung die Wichtler der anderen Mitgliedsstaaten die Klinken in die Hand um den Brexit zu verhindern: Oh bitte, bitte ihr Briten, bleibt bei uns! Wir können nicht ohne euch! Was dann folgte war wieder mal ein Verhandlungsmarathon: Tagtägliche Arbeitsfressen, Arbeitssaufen, Bohais hier und Tamtams da. Nullen beratschlagten hinter verschlossenen Türen mit Nullen. Und mittendrin der Mann, der es vermutlich als einziger schafft, seine Socken gemeinsam mit seinen Füßen einschlafen zu lassen: David (Hameron) Cameron. Er musste  mal wieder seinem Ruf gerecht werden und ordentlich rumstänkern. Da geriet das europäische Parkett aber so richtig ins Knarzen!

Hinterfragt man nun die Prime Sausage, was er eigentlich will, dann weiß er das wohl selbst nicht so genau. Scheint ihm auch egal zu sein. Hauptsache, er ist der Mittelpunkt. Hauptsache, er gewinnt und schlägt nach seinem grandiosen diplomatischen Sieg seinen dämlichen Landsleuten Sachen vor, die er selbst so gar nicht wollte: Stay or go? Gay or sto? Dingens oder Kirchens? Europa hat aber die Schnauze voll von dem Langweiler, der sie immer wieder mit seinen Drohungen erpressen und zurück ins Bett zerren will. Überhaupt hat Europa die Schnauze voll von all diesen hässlichen Visagen, die sich da in ihrem Namen und vorgeblich zu ihrem Wohl in Brüssel für sie herumtummeln. Also besann sich Europa ihrer ureigenen Tugenden, stimmte mit sich selbst ab und verabschiedete sich still und heimlich von den ganzen Deppen. Fazit Euxit: Europa trat aus der EU aus!

Wie steht’s aber nach diesem Hammer mit uns? Uns wackeren Resteuropäern, die trotz Clash noch einen verkümmerten Restgedanken von Zusammengehörigkeit in unseren versponnenen Resthirnen mit uns herumtragen? Mal ganz rational. Was spricht denn für einen Verbleib dieser Dauererpresser in der EU? Nix! Nix spricht dafür. Wir haben nix von diesem fabelhaften Finanzplatz London. Außer Jubelgeschichten von ein paar Trollen, die sich super toll vorkommen, weil sie milliardenweise Geld umverlagern, um mit der reichlich erbeuteten Provision noch besser fressen, saufen, ficken, kacken und mit dem Auto brumm brumm machen zu können. Dann kratzen sie eines Tages ab und keiner erinnert sich an den Rotz. Wozu auch? Vielleicht gibt’s ja ihrer eingedenk, zukünftig an allen Ecken und Enden des Londoner Financial Districts Schilder à la: „An dieser Stelle ließ sich der berühmte Börsenbroker Jock Dickhead von einer botoxgepimpten Alten erfolgreich einen abkauen. Und er kam dabei für die Nachwelt erinnerungswürdig ins Quieken.“ Heh, ihr Masters of the Universe, in hundert Jahren wird sich keiner an euch erinnern. So sieht’s aus: You’ll be rotten und forgotten!

In einem ist der allgegenwärtige Tenor sogar stimmig. Wir müssen wieder klare Grenzen ziehen. Alles, wo ein Fußbreit Salzwasser zwischen dem europäischen Festland und dem Rest ist, sollte einfach raus aus der EU. Linksverkehr hat nichts mit Europa zu tun! Und Minced Meat auch nicht! Dass da die Iren mit hopps gehen, sollten wir verschmerzen. Leider fallen wo gehobelt wird auch Späne.

Und der Rest? Da sind ja noch die hinzu gewonnenen Ostgebiete. Wäre schön, wenn wir die wieder los würden. Da mischen sich die Polen plötzlich in europäische Belange ein. Die sollten sich wieder mehr auf ihre eigentlichen Kernkompetenzen besinnen: Den gediegenen Klau und Verschub von Autos zum Beispiel. Oder die Ungarn? Die haben einen Salamitaktiker als Regierungschef, der ihnen scheibchenweise die Rechte nimmt, irgendwann ihr Hirn, bis sie dement aber glücklich lächelnd nur noch ihr Pörkölt in sich hineinschaufeln. Und diese Taktik versucht der jetzt auf Europa auszudehnen. Orban et orbi. Einer, der aussieht wie ein Sack Kartoffeln, der redet wie ein Sack Kartoffeln, der ist mit ziemlich großer Wahrscheinlichkeit ein Sack Kartoffeln.

In alternativen stillen Brüssler Kämmerlein überlegt man sich gegenwärtig, den Warschauer Pakt zu reanimieren und die ganzen renitenten Ex-Ostblockstaaten, einschließlich Ex-DDR mitsamt Pegida, den Russen einfach wieder zurückzugeben. Den, ob der Entwicklung der letzten 26 Jahre ohnehin dauerenttäuschten Panschlawiner Wladimir Putin würd’s freuen. Hehe. Fragt sich nur, wie lange?

Das Blitzmädel Europa meldete sich nach dem Eklat  auch noch zu Wort: „Als ich mich damals mit dem blöden Stier einließ, war ich einfach noch ein dummes Ding. Ich konnte ja nicht ahnen, dass da dieser alte notgeile Sack Zeus dahinter steckte. Da ließ er mich mal reiten und patsch, schon war’s passiert. Ich geh wieder zurück nach Kleinasien, zu meiner Mutter!“

Um dem heiß ersehnten Brexit Vorschub zu leisten sollte man sich als wahrer Festlandseuropäer, europäisch freizügig, in England niederlassen und am 23. Juni gemeinsam für den Brexit stimmen. Endlich würde eine Mehrheit überwältigen!

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Erdoğan will Putin sein ganzes Viagra geben

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Diplomatischer Ausgleich

Erdoğan will Putin sein ganzes Viagra geben

Der Topkapi-Palast in Istanbul. Hier bunkert Recep Tayyip Erdoğan sein Viagra. Ist er wirklich bereit, es abzugeben?

Bildrechte: By Bjørn Christian Tørrissen [CC BY-SA 3.0 or GFDL], via Wikimedia Commons

Ankara, Moskau (AA) – Gäbe es noch Telefondrähte, würden sie wohl heiß glühen, zwischen Ankara und Moskau. Nach dem folgenschweren Abschuss der Su-24 versucht man nun ein wenig die Luft herauszulassen. Das Zauberwort heißt wieder einmal: Deeskalation. Russland durfte heute, mit Einwilligung der Türkei, schon einen türkischen Lastwagenkonvo beladen mit mehreren Säcken Zement bombardieren. Der verletzte türkische Luftraum befand sich auch kurzzeitig in klinischer Behandlung, konnte aber noch am gleichen Tag wieder entlassen werden. Er soll aber in den nächsten Tagen noch unter verstärkter russischer und türkischer Radarbeobachtung stehen, um eventuell auftretenden weiteren Komplikationen vorzubeugen.

Dass der Angriff auf die Lastwagen als Kompensation nicht ausreicht, ist auch dem türkischen Premier Recep Tayyip Erdoğan klar. Hat er doch in Russlands Wladimir Wladimirowitsch Putin einen Widerpart, der ihm als Alpha-Mann in Nichts nachsteht. Und da öffnet er sich, der Notschlupf zur Lösung des Problems: Für alle überraschend teilte Erdoğan heute früh mit, dass er bereit ist, Putin sämtliche seiner im Topkapi-Palast (wer glaubt, hier lägen noch Gold und Edelsteine, ist schief gewickelt) unter Verschluss gehaltenen Viagra-Vorräte zu schenken. Die Reaktion aus Moskau steht zwar noch aus, aber man scheint dem Vorschlag sehr aufgeschlossen gegenüber zu stehen. 

Inwieweit US-Außenminister John Kerry seine Finger mit im Spiel hat, lässt sich zu diesem Zeitpunkt noch nicht genau sagen. Dank der Kontakte Kerrys zu Pfizer, dem Hersteller von Viagra, scheint Erdoğan das Angebot wohl relativ leicht gefallen zu sein. Man munkelt, dass die Bestände des türkischen Premiers im Nu wieder aufgefrischt werden – durch die Amerikaner.

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Luftduell über Kriegsgebiet

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Oben tut sich was

Luftduell über Kriegsgebiet

Suchoi SU-24 – eine Maschine dieses Typs wurde heute von der türkischen Luftwaffe abgeschossen.

Bildrechte: By Alexander Mishin [CC BY-SA 3.0, CC BY-SA 3.0 or GFDL], via Wikimedia Commons

Aleppo (AA) – Salih al Hassad freut sich schon. Endlich ist mal Ruhe angesagt in der Kampfzone rund um Aleppo. Immer nur Sprengfallen, Selbstmordattentate, Scharfschützen, Fassbomben. Die können einem auf Dauer ganz schön auf den Keks gehen. Und obendrein Russen, Franzosen oder Amerikaner, die auch noch meinen, Bomben über seinem Kopf abladen zu müssen. Gegen die Flieger konnte man noch nicht mal was machen, außer sich sehr sehr gut zu verstecken.

Mit dem Abschuss der russischen SU-24 hofft Salih nun auf ein bisschen Abwechslung im syrischen Kriegseinerlei. „Wäre schön, wenn das da oben ein bisschen mehr eskaliert und die Türken auch noch mitmischen. Eine Partei mehr oder weniger spielt nun wirklich keine Rolle mehr. Und ich habe nichts dagegen, wenn die sich da oben beballern. Das sieht doch hübsch aus, wenn so ein Flieger runterkommt. Wir haben mit denen von der Armee drüben schon ausgemacht, dass wir uns erstmal in Ruhe lassen, um das Feuerwerk am Himmel besser genießen zu können. Sogar die vom IS sind dabei.“

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Sigmar Gabriel mochte sich gestern lieber als je zuvor

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Steigerung auf persönlicher Beliebtheitsskala um ungefähr genau 150 Prozent

Sigmar Gabriel mochte sich gestern lieber als je zuvor

Konnte gestern erleichtert über sich selbst feststellen, dass er gar kein so übler Kerl ist: Sigmar Gabriel.

Bildrechte: By Michael Thaidigsmann (Own work) [CC BY-SA 4.0], via Wikimedia Commons

Goslar, Berlin (AA) – Wie jeden Sonntagmorgen stellte sich der SPD-Chef Sigmar Gabriel, beim Rasieren vor dem Spiegel, die, zwar mittlerweile zur Floskel verkommene aber dennoch immer wieder gleiche, unangenehme Frage: „Na Sigi, wie sieht’s aus?“ Doch zum ersten Mal seit langem erhielt er von seinem Spiegelbild auch eine positive Antwort: „Na prima sieht’s aus, Sigi. Warum fragst Du?“

Darauf musste sich der SPD-Vorsitzende erst einmal setzen und seine Frau Anke zu Hilfe rufen, die ihm gleich mal einen ordentlichen Schnaps einschenkte. Als er wieder einigermaßen bei Sinnen war und die vorangegangen Ereignisse vernünftig aneinander zu reihen versuchte, erkannte er, dass das das Zeichen war. Das Zeichen auf das er so lange gewartet hatte: Der Weckruf für eine wieder erstarkende SPD.

Sofort rief er die anderen SPD-Oberen an und teilte ihnen das Wunder mit. Dabei bekräftigte er nochmals, dass er selbstverständlich als Kanzlerkandidat der Sozialdemokraten gegen Angela Merkel antreten würde. Das sagte er mit einer solchen Vehemenz und Willensstärke, dass die Parteigranden ihm überhaupt erst ab diesem Moment den Willen zur Macht abkauften. Eilends wurde dann am Nachmittag eine außerordentliche Vorstandssitzung zusammen getrommelt, in der die künftigen Ziele der Partei, gerade im Hinblick auf den kommenden Bundestagswahlkampf, sporadisch ins Auge gefasst wurden. Jetzt erhofft sich die SPD, Kraft dieses enormen Motivationsschubs, eine Rückkehr zu alter Stärke und die Wiedergeburt der glorreichen europäischen Sozialdemokratie. 

Ob der festgestellte Stimmungswandel allerdings von Dauer ist oder nur ein Sturm im Zahnputzbecher, wird sich zeigen. Die Kanzlerin soll Sonntags auch vor dem Spiegel stehen und allerhand komische Sachen machen. Ob sie sich rasiert, das weiß vermutlich nur Joachim Sauer, der Lebenspartner. Aber vielleicht weiß er’s auch nicht?

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­Ehr­­bar­­er Be­­ruf des Ar­­beits­­lo­­sen droht aus­­zu­­sterben

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Zu schlecht bezahlt, zu wenig Perspektive, kaum qualifizierte Nachrücker

­Ehr­­bar­­er Be­­ruf des Ar­­beits­­lo­­sen droht aus­­zu­­sterben

Menschenleere Agentur für Arbeit in Herten. Früher standen hier die Leute Schlange.

Bildrechte: Succo |CC0 Public Domain

Nürnberg, Herten (AA) – „So leer war es hier noch nie“ , sagt der gelernte Bauzeichner Fritz Knastopp als er morgens um 7:00 Uhr die Agentur für Arbeit in Herten betritt. Er ist dort zu einem Meeting mit seiner Agentin verabredet, um gemeinsam mit ihr das weitere Vorgehen zwecks Umsetzung seiner Zukunftsvisionen zu planen. Auch seine Agentin, Silke Lachnit, findet, dass sich hier sehr vieles geändert hat und ihr Beruf im Lauf der letzten Jahre immer beschaulicher geworden ist: „Früher war hier schon echt Stress. Aber heute bin ich froh, wenn sich überhaupt noch jemand zu mir herein verirrt. Manchmal sitze ich tagelang hier und drehe Däumchen. Klar, bei so wenig Beratungsterminen habe ich natürlich auch Angst, meinen Job zu verlieren. Aber selbst arbeitslos melden würde ich mich auf keinen Fall. Als Kennerin weiß ich zwar wie’s geht; trotzdem sind auch für jemanden wie mich die Hürden zum qualifizierten Arbeitslosen enorm  hoch. Die vielen Formulare ausfüllen, immer zu Unzeiten beim Berater antanzen, mich gängeln lassen. Darum versuche ich alle möglichen Anreize für jemanden wie Herrn Knastopp zu schaffen, damit er uns treu bleibt.“ Dabei huscht ein verschmitztes Lächeln über Frau Lachnits Gesicht.

Das hier Geschilderte spiegelt sich auch in den Zahlen wider,  die die Bundesagentur für Arbeit heute in Nürnberg veröffentlichte. Die Arbeitslosenquote liegt bei gerade einmal 6 Prozent. Die Gesamtzahl der Arbeislosen im Oktober beläuft sich auf nur 2,649 Millionen. Zwar besteht, laut BA-Chef Jürgen Weise, noch kein Grund zum Anlass, aber man beobachtet die Entwicklung auf dem Arbeitslosenmarkt sehr genau. „Es wird schwer sein, diese Lücken so schnell wieder zu füllen, aber wir arbeiten mit äußerster Akribie daran“, so Weise in seinem heute veröffentlichten Bulletin.

Kenner betrachten das Problem allerdings als hausgemacht: Über Jahre hinweg wurden hoch motivierte Arbeitslose aus den Agenturen weg vergrault. Die Hürden zu Einstieg und Anerkennung waren schier unüberwindbar. Nie enden wollende telefonische Warteschleifen (manchmal sogar tote Leitungen), miesepetrige Arbeitsberater, schikanöse Beratungstermine zu Unzeiten, an denen der gegängelte Arbeitslose gutes Geld hätte verdienen können und und und. Dabei entspricht das, was nach all den Strapazen als Stütze übrig bleibt, noch nicht einmal dem Existenzminimum. Nicht die Kasse klingelt, sondern der Gerichtsvollzieher. Da geht man doch viel lieber für 4 Euro cash die Stunde bar auf Tatze putzen, Fahrgäste oder Pizza ausfahren oder verdingt sich, als Gipfel der Krönung, als staatlich anerkannter leibeigener Altenpfleger bei freier Kost und Logis. Gottes Lohn im Beutel und das Himmelszelt als Dach. Und wenn dann derjenige den Hungertod stirbt, finden sich sicher wieder ein paar Betroffene, die dann Mitleidskrokodiltränen über seinem, ja was denn, Grab gibt’s da keins, also sonstwas vergießen und dann weiterziehen zum nächsten.

Traurig aber wahr: Wenn sich nicht rasch etwas ändert, dann wird es in 10 Jahren keinen einzigen richtigen Arbeitslosen mehr geben.

 

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