Berichte, Analysen, Meinungen zum Unverstand der Dinge

Jetzt streikt auch noch Chickenwings

Lufthansa, Eurowings, Germanwings...

Dauern die Pilotenstreiks noch länger, liegen bald die Nerven vieler Fluggäste blank.

Bildrechte: von MarTePics (http://www.flickr.com/photos/marte68/118256781/) [CC BY-SA 2.0], via Wikimedia Commons

Vorderwülbecke (AA) – Heute bleibt der Himmel über Deutschland blau oder grau, je nachdem. Und am morgigen Freitag auch. Nicht überraschend hat die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) den Streik der Lufthansa-Piloten auf Freitag ausgedehnt. Betroffen sind alle Inlandsflüge. So kann es leicht passieren, dass, wenn man als Geschäftsreisender von München nach Frankfurt fliegen will, man mit der Emirates einen kleinen Schlenker über Dubai in Kauf nehmen muss. Aber was tut man nicht alles, damit der Laden läuft, ohne dass gleichzeitig die Hütte brennt?

Auf das Vorhaben der Gewerkschaft die Piloten am Freitag streiken zu lassen, reagiert die Lufhansa mit völligem Unverständnis: “Wie der Name schon sagt, haben unsere Crews am Freitag eigentlich frei. Wieso sie an diesem ihrem freien Tag auch noch streiken wollen, bleibt mir ein Geheimnis. Aber gut, sollen sie machen.” So der Sprecher der Lufthansa, Daniel Düsentrieb.

Gleichzeitig drohen auch noch die Flugzeugführer von Eurowings (vielleicht) und der LH-Tocher Germanwings (unter Umständen, wenn die Oma nicht am Wochenende kommt), sich dem Streik anzuschließen. Bei der AirBerlin, da momentan in einem schwebenden Verfahren, weil von Insolvenz bedroht, fliegt derzeit nicht, sondern schwebt. Logisch! Weil dieser Zustand für Geschäftsreisende ganz schlecht planbar ist, bleibt nur der Switch über die Emirates und Dubai. Die Piloten der Berliner Airline werden kaum Lust verspüren, die Firma quasi in einen Konkurs hinein zu streiken. Gedenkt man jedoch für sich selbst in andere Sphären zu entschweben, so steht es einem selbstverständlich frei, die AirBerlin zu nutzen.

Zum Ausstand wild entschlossen sind auch die Piloten der für ihr Handling von Kurzstrecken berühmt berüchtigten Airline Chickenwings. (Logo: Gekreuzte Hühnerknochen, Slogan: “Das Leben ist ein Auf und Ab”) Berühmt, weil es diesem Carrier stets gelingt, seine Kurzflüge durch vorzeitige Abbrüche noch kürzer zu gestalten. Berüchtigt, weil das Catering an Bord derart miserabel ist, dass die Fluggäste häufig den Flug vor erbrechen selbst vorzeitig abbrechen und den Nothalt ziehen. Mitsamt allen erdenklichen Konsequenzen und Schikanen versteht sich. Diese Form des Fliegens ist nur was für Menschen, die das Abenteuer im extremen Nonplusultra suchen. Man muss nicht extra nach Tibet fliegen, um sich dem Adrenalinkick hinzugeben, angesichts eines rasch sich nähernden Bodens. Das können Sie da haben und weit günstiger.

Bei den Chickenwinglern, wie sie sich oft selbst gerne nennen, geht es allerdings weniger um die Erhöhung der Gehälter, als um menschenwürdige Behandlung. Wurden die Crews bilang mit Naturalien bezahlt: Mit Resten, die die Fluggäste übrig ließen. “Zu Essen gab es immer reichlich. Meine Crews nagten nie am Hungertuch”, rechtfertigte sich Firmenchef Hans Luft. “Wenn die aber weiter so ein Theater machen, werde ich sie notfalls aushungern.” Harte Worte. Vergleicht man objektiv die Situationen der Airlines untereinander, haben Lufthansa und deren Angestellte ein echtes Luxusproblem; halbes Staatsunternehmen, das sie sind. 

Freuen dürfen sich bei diesen himmlischen Verhältnissen wenigstens die Verschwörungstheoretiker und Dauerverfolgten. Derzeit sind wenig Chemtrails am Himmel. Da rieselt auch weniger Gift auf den Aluhut. Wie gut!

 

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Schlammkekse sind die neue Delikatesse für Schöne und Reiche

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Der aktuellste Foodtrend kommt aus Haiti

So urwüchsig, bodenständig und lecker wird die Delikatesse von typischen haitianischen Mamans in traditioneller Weise zubereitet und direkt auf den örtlichen Märkten verkauft.

Port au Prince (AA) – Madonna knabbert sie, Shakira, aber auch Brad Pitt und so mancher A- B- und C-Promi wurden mit ihnen zwischen den Zähnen schon erwischt. Auf üppigen Banketten vieler Royals, Blaublütiger und Angehöriger des Geldadels wurden sie schon gesichtet. Teilweise belegt mit erlesenem Malossol Kaviar aber auch pur mit einem leichten Spritzer Zitrone genossen, sind sie der reinste Gaumenschmaus: Die Rede ist von haitianischen Schlammkeksen oder auch Schlammkuchen. Wie so oft liegt der Ursprung dieser Delikatesse in der Arme-Leute-Küche. Lange Zeit diente sie ausschließlich dazu, die Mägen unterernährter Kleinkinder auf Haiti zu füllen. In diesem, immer noch vom Erdbeben von 2010 schwer gezeichneten Land, gibt es aber auch kaum eine andere Nahrungsquelle. Dank ihrer wurde so manches überlaute Magenknurren besänftigt und ein seeliges Lächeln zauberte sich nach dem Verzehr auf die Gesichter der Allerkleinsten.

Die Zutaten sind simpel: Einheimischer, haitianischer Schlamm, etwas Wasser, Salz, kleingehäckselte Gemüsebfälle (soweit vorhanden), dann noch ein bisschen Öl oder zerlassene Butter untergerührt, fertig! Die beiden letzten Zutaten sind aber nicht unbedingt vonnöten. Der wahre Kenner schwört ohnehin auf die unverfälschte Rezeptur, wie sie von den Mamans für die haitianischen Wochenmärkte zubereitet wird: Wasser, Erde und eine winzige Prise Salz. Sonst nichts. Das ganze wird dann sorgfältig etwa eine Stunde lang mit der Hand in einer irdenen oder noch authentischer, einer zerbrochenen Plastikschüssel verrührt beziehungsweise durchgeschlagen. Dann verteilt man sie kunstvoll in etwa 15 cm großen runden Fladen auf dem sonnenüberfluteten heißen Pflaster, drückt sie flach und  lässt sie gut durchtrocknen. Schon sind sie fertig und können vom Fleck weg, knusprig, lecker, wie sie sind, verputzt werden.

Allerdings zeichnen sich bereits massive Probleme am Horizont ab. Die erhöhte Nachfrage nach haitianischen “biscuits de boue” rief inzwischen die internationale Nahrungsmittelindustrie auf den Plan. Großkonzerne wie Nestlé und InBev sicherten sich vor Ort großflächig die Schürfrechte für haitianische Erde. Das hatte zur Folge, dass die wenige noch frei erhältliche Erde rapide im Preis gestiegen ist und diese für unsere Kleinstproduzentinnen mittlerweile unerschwinglich geworden ist. Nur noch wenigen gelingt es, auf dem Markt zu bestehen. Zur eigenen Ernährung und der ihrer Kinder sind sie gezwungen, völlig überteuerte Alternativen minderer Qualität im, soweit vorhandenen, Supermarkt zu kaufen. Und da Geld knapp oder gar nicht vorhanden ist, scheidet diese letzte verbliebene Resource für die Ärmsten der Armen einfach aus. “Ich weiß nicht, was werden soll. Wenn man uns die Schlammkekse auch noch nimmt, bin ich wohl irgendwann gezwungen meine eigenen Kinder zu essen. Oder sie mich”, so Murielle Bonnassieux, eine der letzten noch verbliebenen Schlammkeksbäckerinnen auf dem Markt in Port au Prince. Vorsicht Murielle, sag das nicht zu laut. Du rufst mit deinen aus der Verzweiflung geborenen kulinarischen Vorstellungen womöglich noch einen Foodscout auf den Plan!

Gleichzeitig gibt es immer mehr Fälschungen auf dem Markt. Leider gibt es immer noch keine glaubwürdige Zertifizierung für echten haitianischen Schlamm. Ein Problem, das sich auch in unseren heimischen Supermärkten wiederfindet. Wenn Sie Lust auf die Zubereitung von Schlammkeksen haben, seien Sie vorsichtig. Nicht überall wo “echt haitianischer Schlamm” oder “echt haitianische Erde” draufsteht, geht das Deklarierte konform mit dem Inhalt. Nicht einmal in Biomärkten ist man vor Fälschungen sicher.

Auf vielfachen Leserwunsch hier noch einmal das Rezept:

Biscuits de Boue haitiens (Ausreichend für vier Personen)

Zutaten Einen Eimer haitianischen Schlamm – 1kg.
Wenn nicht erhältlich tut’s auch Erde aus dem Garten, von der Straße, egal wo, gerne mit reichlich Dreck dabei, Schwermetalle dürfen, ja sollten sogar drin sein. Es gab aber auch schon sehr schöne Geschmacksexplosionen mit benutzter Katzenstreu. Hier muss man allerdings die Zugabe von Wasser angleichen.

1 Liter Wasser. (Je brackiger desto besser. Frisch aus der Leitung schmeckt’s nicht)

Gemüseabfälle (optional). Endlich landen ihre alten Kartoffelschalen nicht länger im Müll. Leicht angeschimmelter Sellerie gibt extra Würze. Sonst nehmen Sie einfach das, was Sie da haben. Grundsätzlich eignen sich alle Lebensmittel, die das Ablaufdatum weit überschritten haben.

Damit’s besser flutscht können Sie gerne noch etwas zerlassene ranzige Butter unterrühren aber auch Öl. Hier hat sich Nähmaschinenöl sehr gut bewährt. Dann verkneten sie das alles mindestens eine Stunde lang mit der Hand. Benutzten Sie keine Küchenmaschine;  durch den Handschweiß wird nochmal extra Aroma gebildet. In der Zwischenzeit heizen Sie den Backofen auf etwa 80 Grad vor. Rollen Sie auf dem Backblech die Kuchen mit der Hand aus. Das Blech schieben Sie im Anschluss für mindestens noch einmal eine Stunde ins Backrohr.

Am besten schmecken Sie heiß und frisch aus dem Rohr. Bon appetit!

Dieses Rezept ist nur eine Empfehlung. Sie können gerne Ihrer eigenen Fantasie freien Lauf lassen. Allerdings werden Sie nie so deliziös schmecken wie auf Haiti.

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Deutscher Pauschaltourist legt sein Handtuch auf den Nordpol

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Pünktlich zum Towel Day - Mein Haus, mein Auto, mein Pol

Aus der Vogelperspektive ist das Handtuch von Fritz Nannsinger ganz klar zu erkennen. Da sonst niemand reserviert hat, hat er damit die ältesten Rechte am Nordpol.

Aufnahme Nordpol: Hedwig Storch (Eigenes Werk) [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons

Nordpol, Nürtingen (AA) – ” So genau kann ich mich nicht mehr erinnern, es war ja auch schon ein bissle dunkel, aber ich hab halt mein Handtuch dabei g’habt und hab’s genau da na g’legt. Mehr woiß i nimma.”  Mehr braucht Friedrich, genannt Fritzle Nannsinger auch gar nicht zu wissen, um in die Annalen seiner Heimatgemeinde Nürtingen, ja sogar Deutschlands einzugehen. Ist er doch der erste, der es schaffte nur mit einer Badehose bekleidet den Nordpol zu erobern. Und getreu deutscher Sitte plazierte er sein mitgeführtes Handtuch am nördlichsten Punkt der Erde. Und da liegt es noch. Auch wenn Fritzle Nannsinger von den Wissenschaftlern der nahe gelegenen Forschungsstation erstmal ins Warme gebracht werden musste.

Im späteren Interview erklärte er dann, wie es dazu kam. “No jo, ich wollt’ halt no was trinken an  der Poolbar. Da ich aber den Weg nicht mehr genau g’wusst hab, hab ich halt einen gefragt. So einen Typ mit zwoi Köpf. Und der hat mir’s dann erklärt. Ja und dann bin ich halt falsch abgebogen. Vielleicht hat der mit de zwoi Köpf auch Pol statt Pool verstanden. Und dann war ich plötzlich in dem Wurmloch. Und im nächschtem Moment war’s mörderkalt. Ich hab ja nur mein Handtuch dabei und meine Badehose an gehabt. Das Handtuch hab ich dann wohl verloren, oder ich hab’s abgelegt. So genau weiß ich das nimmer.”

Reichlich mit dem Ofenrohr in’s Gebirge, beziehungsweise mit dem Periskop in die Weiten des Ozeans gucken dürfte wohl Wladimir Putin, der schon fast gebetsmühlenartig immer wieder Besitzansprüche am Nordpol anmeldet. Tja Wladimir, von wem stammt denn nun das Handtuch auf dem Pol? Wer hat’s da hingelegt? Da kannst Du noch so oft mit deinen U-Booten drunter durchkreuzen. Was liegt das spickt. Der Pol ist unser!

Wenn Sie, werter Leser, jetzt behaupten, dass das alles ziemlich unglaubwürdig und an den Haaren herbeigezogen klingt. Da haben Sie völlig recht! 

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Pferdelasagne ist wieder im Handel

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Gute Nachricht für Feinschmecker

Knusprig, lecker, einzigartig im Geschmack. Hmmmm Pferdelasagne!

Bildrechte: By Elin B (Flickr: mexican lasagne) [CC BY 2.0], via Wikimedia Commons

Mülheim (Ruhr) (AA) – Beinahe gleichzeitig öffneten die deutsche Einzelhandelsketten ihre Wundertüte und kündigten in ihren aktuellen Verkaufsprospekten die – schon seit längerer Zeit nicht mehr im Sortiment geführte – original italienische Lasagne mit Rind an. Für den wahren Kenner ist es kein Geheimnis, dass dieses Rindfleisch in Wahrheit Pferdefleisch ist. Das, wegen seines leicht süßlichen Geschmacks, dieser unvergleichlichen Delikatesse erst die rechte Würze gibt.

Kaum zu bändigen war Olaf P.s Geduld gestern früh vor dem Eingang der Discounter-Filiale in der Bahnhofstraße in Bad Oldesloe. Er und viele andere harrten schon seit 5 Uhr der Ladenöffnung – bei nicht gerade angenehmen, nasskalten, vorwinterlichen 3ºC. Als die Türen endlich Punkt 8:00 Uhr öffneten, gab’s kein Halten mehr. Alle drängelten fast gleichzeitig in den Laden. Das geschulte Verkaufspersonal hatte eigens für diesen Zweck bereits einige Paletten extra aus dem Kühlraum direkt vor den Kassen positioniert. So waren die Kunden nicht gezwungen, den Umweg über die Kühlregale zu nehmen. Den Einkaufswagen voller Lasagne, mit seeligem Gesichtsausdruck kam Olaf P. wieder aus dem Discounter heraus, um so rasch wie möglich die frisch gemachte Beute nach Hause zu schaffen.

Nicht verwunderlich findet der Convenience-Food-Berater Kersten Bruchkamp den soeben beschriebenen Run auf ein zwischendurch einmal derart in Verruf geratenes Produkt: “Die Verbraucherschützer überschätzen ihre Macht, wenn sie glauben, sie könnten den Kunden, was den Verzehr bestimmter Lebensmittel betrifft, in diese oder jene Richtung lenken. Hat man etwas einmal als wohlschmeckend in Erinnerung, dann möchte man das auch immer wieder so genießen, egal was einem eine übermächtig bestimmende Behörde vorschreibt.”

Ein Sprecher des Einzelhandelsmultis, in dessen Regalen der sogenannte Pferdefleischskandal  vor zwei Jahren als erstes ruchbar wurde, erklärte: “Selbstverständlich bewerben wir das Produkt jetzt wesentlich offensiver und auch offener. Vor zwei Jahren machten wir noch den entscheidenden Fehler, die Produktions- und Vertriebswege zu verschleiern, in der irrigen Annahme, der Kunde hege kein Interesse an der Produktionskette. Jetzt sind es gerade diese hoch komplexen Produktions- und Vertriebswege, die wir als besonderes Qualitätsmerkmal herauskehren möchten. Sei es die klare Transparenz bei der Schlachtung der Tiere in Frankreich, Irland, Brasilien, sei es die Protokollierung der verschiedenen Reifestadien in Lagern auf Zypern oder den British Virgin Islands.  Nicht zu vergessen die salzige Seeluft, der das Produkt während seiner zahlreichen Reisen über die sieben Weltmeere ausgesetzt ist, und die ihm überhaupt erst diesen besonderen Haut Gout verleiht. Alles bleibt allzeit der lückenlosen Überwachung durch Lebensmittelkontrolleure vor Ort unterworfen. Uns schwebt ein ähnliches Gütesiegel vor, wie es dieser norwegische Schnaps innehat, der zwecks Reifung einmal über den Äquator geschippert wird. Die Bezeichnung “Rind” versehen wir noch mit einem Smiley oder Asterisk. Im Kleingedruckten werden die Verbraucherschützer dann davon in Kenntnis gesetzt: Dieses Rind ist Pferd. Zusätzlich haben wir noch ein Premium-Produkt in Planung, versehen mit dem Zusatz: Mit besonders viel Schimmel!”

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Humorloser An­walt gibt Kin­dern an Hal­loween ord­ent­lich Saures

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Zu Tode erschreckt

So sah Ansgar P. aus, als er den Kindern die Tür öffnete.

Bildrechte: kmilo | Creative Commons 2.0

Pfaffenhofen an der Ilm (AA) – “Süßes oder Saures”, wer kennt sie nicht, die nette kleine Nötigung mit der die Kinder an Halloween kostümiert durch die Straßen ziehen, um von der ganzen Nachbarschaft Süßigkeiten zu erpressen. Und wenn der oder die nicht mitziehen will, dann setzt es in seltenen Fällen eben auch Saures.

So sollte es auch gestern abend im beschaulichen Pfaffenhofen an der Ilm sein, als Luzie, Fritz und Lucca von Haus zu Haus gingen. Die lieben Kleinen hatten schon eine Menge in ihrem Sack und freuten sich riesig darauf, die gemachte Beute nach ihrem Umzug herzhaft zu verschnabulieren. Das eine Haus machen wir noch, sagten sie sich und klingelten bei Ansgar P.  Lange mussten sie auch nicht warten und schon näherte sich hörbar jemand der Tür. Als die sich aber öffnete und sie gerade dabei waren ihr Sprüchlein anzustimmen, überfiel sie beim Anblick dessen, was da in der Tür stand, das kalte Grausen. Voller Entsetzten stoben sie auseinander und rasten so schnell sie konnten, laut schreiend, nach Hause –  Beute und Teile ihres Kostüms mir nichts dir nichts einfach zurück lassend. Umgehend alarmierten die besorgten Eltern daraufhin die Polizei.

“Wir wollten mit Freunden zusammen bei uns zuhause unsere eigene Halloween-Party machen. Und als es klingelte, habe ich natürlich aufgemacht. Wir erwarteten noch Gäste. Leider habe ich nicht darüber nachgedacht, wie furchtbar ich aussehe. Und dass da Kinder vor der Tür stehen könnten. Das tut mir alles aufrichtig leid.” So die Aussage des in der Pfaffenhofener Society wohl bekannten und allseits respektierten Juristen und gleichzeitigen Verursachers des Schreckens bei der anschließenden polizeilichen Vernehmung. 

So richtig glauben wollen die Eltern von Lucca der Aussage des Strafrechtlers aber nicht. Hatten sie ihn doch einen Tag zuvor beim Einkauf im örtlichen Supermarkt immer wieder vor sich hinkichern hören: “Diesmal gibt’s Saures, diesmal gibt’s Saures”. Dabei soll er turmhoch saure Gurken und Rollmopsgläser in den Einkaufswagen geschlichtet haben.

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